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Heer

Die Militärweltspiele als Test für Rio 2016

12.07.2011 | CISM Delegation Schweiz

Vorschau: 5. Militärweltspiele in Rio de Janeiro (16. – 24. Juli)

Vom 16. bis 24. Juli ist die brasilianische Metropole Rio de Janeiro Austragungsort der 5. Militärweltspiele. Die Schweizer Armee reist mit knapp 100 CISM-Sportlern und Funktionären an den Ort, wo 2016 die Olympischen Sommerspiele über die Bühne gehen werden.

Die alle vier Jahre stattfindenden Military World Games bilden die bedeutendste Veranstaltung im Kalender des Conseil International du Sport Militaire (CISM). Der Grossanlass in Rio de Janeiro – erwartet werden 8000 Athleten und Betreuer aus über 100 Nationen – gilt sowohl für die Teilnehmer als auch für die Organisatoren als erster Test im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2016 am Zuckerhut. Erfahrungsgemäss geht rund ein Viertel aller Olympiamedaillen an CISM-Sportler.

Medaillenjagd in neun Sportarten

Einer, der bereits CISM- und Olympiaerfahrungen vorweisen kann, ist der erneut im Aufgebot stehende Leichtathlet Julien Fivaz. 2007 gewann der nationale Weitsprungrekordhalter an den Militärweltspielen in Hyderabad (Indien) Silber und damit die einzige Schweizer Einzelmedaille.

Ein weiteres Edelmetall gab es damals im Fallschirmspringen (Bronze im Team). Vier Jahre später sollen es in Rio de Janeiro mindestens doppelt so viele Podestplätze werden. Neben der Leichtathletik und dem Fallschirmspringen umfasst die Schweizer CISM-Delegation die Disziplinen Fechten, Judo, Moderner Fünfkampf, Orientierungslauf, Schiessen, Schwimmen und Triathlon (insgesamt neun der 20 ausgetragenen Sportarten).

 

Gewann vor vier Jahren Silber in Hyderabad: Weitspringer Julien Fivaz, flankiert vom damaligen „Chef de Mission“ Jean-Jacques Joss (l.) und dem aktuellen CISM-Delegationsleiter Laurent Ducret. Generalmajor Joss leitet seit dreieinhalb Jahren die Schweizer Delegation bei der Neutralen Waffenstillstands-Überwachungskommission (NNSC) in Panmunjom (Korea). (Bild: Manuel Stocker/CISM) (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Gewann vor vier Jahren Silber in Hyderabad: Weitspringer Julien Fivaz, flankiert vom damaligen „Chef de Mission“ Jean-Jacques Joss (l.) und dem aktuellen CISM-Delegationsleiter Laurent Ducret. Generalmajor Joss leitet seit dreieinhalb Jahren die Schweizer Delegation bei der Neutralen Waffenstillstands-Überwachungskommission (NNSC) in Panmunjom (Korea). (Bild: Manuel Stocker/CISM)

Sport- und Friedensförderung

„Die Vorfreude bei den Athleten, Funktionären und dem Stab ist sehr gross“, sagt der Schweizer „Chef de Mission“ Laurent Ducret. Obwohl der sportliche Erfolg oberste Priorität geniesse, so Ducret, dürfe man den Grundgedanken der Spiele nicht ausser Acht lassen: „Die Military World Games bieten Armeeangehörigen die Möglichkeit, einander in einem friedlichen Rahmen auf dem Feld des Sportes zu begegnen“, weiss Oberst Ducret aus eigener Erfahrung. Im Sinne von „Freundschaft durch Sport“ – dem CISM-Leitsatz – sollen Brücken zu anderen Armeen auf- und Vorurteile abgebaut werden. Als Stellvertreter des Kommandanten Heer, Dominique Andrey, wird Divisionär Fritz Lier dem Schweizer Team in Rio einen Besuch abstatten.


 

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Zuletzt aktualisiert am: 18.01.2012
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