«Go for gold» hiess es für die Kochnationalmannschaft der Schweizer Armee – das Swiss Armed Forces Culinary Team (SACT) – in der ersten Trainingswoche im Juli in Thun. Das aus vier Berufsunteroffizieren und neun Miliz-AdA bestehende Team hatte vier Wochenziele: Die «Erfurter Woche» wurde trainiert, die kalten und warmen Menüs wurde probeweise zubereitet, das Dekor für die Ausstellung wurde definiert und letztlich wurde auch der Teambildung grosse Beachtung geschenkt.
2002 und 2006 holte das SACT in Luxemburg jeweils den Weltmeistertitel der Militärköche, 2004 an der Kocholympiade in Erfurt den 3. Gesamtrang mit Gold in der warmen Küche und Silber in der Kochkunstausstellung. Jetzt will das Team den Olympia-Gesamtsieg, in Thun erfolgte der Startschuss zur Operation «Gold in Erfurt». Das von Teamchef Jean-Michel Martin, als Stabsadjutant Führungsgehilfe im Küchenchef Lehrgang in Thun, aufgestellte Programm hatte zwei Höhepunkte. Am Dienstag wurde das warme Menü für 150 Personen gekocht, am Mittwoch und Donnerstag wurden alle sieben Menüs für die kalte Ausstellung zubereitet.
Das warme Menü bestehend aus einer Vorspeise zum Thema «Lachs», einem Hauptgang «Mittelmeer» und einem Dessert «Latte macchiato» wurde am Dienstag gekocht. In der auch am Wettkampf zur Verfügung stehenden Zeit von 5 Stunden. Während in Erfurt der Wettkampf zwischen 7 Uhr bis 12 Uhr dauern wird, wurde im Training in Thun zwischen 13 und 18 Uhr gekocht. «Dies nicht zuletzt, weil bei uns keine Lebensmittel weggeschmissen werden. Zu einer Probe laden wir immer 150 Personen ein», erklärte Teamchef Martin. Diese Testesser – Gäste, Freunde und Familien der Teammitglieder – kommen ab 18 Uhr, wichtig, denn genau um 18 Uhr müssen die ersten Teller serviert werden. Ein Zeitpunkt der von der Jury kontrolliert werden wird.


