Am Mittwoch beging die Militärmusik im Stadttheater Olten gleichzeitig drei Ereignisse: Den Rücktritt des Kommandanten, Oberst Robert Grob, die Übergabe des ersten «Prix Musique Militaire Suisse», der dieses Jahr an Altbundesrat Adolf Ogi ging, und drittens ein Benefizkonzert der Swiss Army Big Band unter der Leitung von Pepe Lienhard zugunsten der Kinder von Tschernobyl. Anwesend waren auch Bundesrat Ueli Mauer, Vorsteher des VBS, und Korpskommandant Dominique Andrey, der Kommandant des Heeres.
Kurt Brogli, Redaktionsleiter der Musikwelle von Radio DRS und Divisionär Fred Heer, Stellvertreter Kommandant Heer, würdigten im Stadttheater Olten den in den Ruhestand tretenden Kommandanten der Militärmusik. Oberst Grob setzte sich während 37 Jahren mit grossem persönlichem Engagement für die Militärmusik und ihre Musiker ein. Es gelang ihm, verbreitet Anerkennung für die Spitzenleistungen der Militärspiele zu gewinnen - diese Leistungen werden heute im In- wie im Ausland als höchstklassig eingestuft. Oberst Grob übergab seinem Nachfolger, Oberst Beat Diener aus Arth (SZ) ein Kompetenzzentrum Militärmusik, das sich bester Gesundheit erfreut, bei dem der hochklassige Nachwuchs sichergestellt ist und das bestens auch mit den zivilen Musikkreisen verbunden ist.
Im Rahmen der Feierlichkeiten wurde Altbundesrat Adolf Ogi der «Prix Musique Militaire Suisse» überreicht. Damit wurde er geehrt für seinen Einsatz für die Militärmusik während seiner Zeit als Departementsvorsteher. Er war für die Militärmusik ein Visionär: «Ich war bei der Geburt der Militärmusik dabei, ich war danach ihr Götti und half, sie weiterzuentwickeln», sagt Ogi bescheiden, «es ist wichtig, dass die Musik populär bleibt».
Und schliesslich trat an diesem Abend die Swiss Army Big Band auf, unter Leitung von Pepe Lienhard, der sich um die Militärmusik in den vergangenen Jahren ebenfalls überaus verdient gemacht hat. Die Swiss Army Big Band spielte zugunsten der Vereinigung «Radimichi - für die Tschernobyl Kinder».


