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CISM-Athleten beenden ihre erfolgreichste WM

Christian Hess, Christian Grossenbacher und Stefan Spahr (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Chief of Mission Maj Christian Hess (li), CISM-Weltmeister Christian Grossenbacher, Team Captain Oberstlt Stefan Spahr (re).

Die 43. CISM-Leichtathletik-Weltmeisterschaften von Sofia gehen aus Schweizer Sicht als die erfolgreichsten in die Geschichte ein. Insgesamt eroberten die 13 Teilnehmer – ohne Staffel – sieben Diplomränge (Platz acht und besser), wobei der WM-Titel von Christian Grossenbacher alles überstrahlt.

Noch nie war die Schweizer Nationalhymne bei internationalen Armeemeisterschaften in einem Leichtathletik-Stadion erklungen. Bis letzten Mittwoch. Dann durfte mit 400-m-Hürdenspezialist Christian Grossenbacher (LV Winterthur) erstmals ein Bahnleichtathlet das oberste Treppchen besteigen. Einen Tag nach seinem Glanzauftritt nahm der Teamleader sein Siegerdiplom entgegen, gefeiert von der gesamten Delegation. «Ich wollte um eine Medaille laufen» bekannte der CISM-Soldat im Rückblick, «dass es gleich Gold geworden ist, freut mich für die Mannschaft umso mehr.»

Am letzten Tag klassierten sich 1500-m-Läufer Mirco Zwahlen (LC Regensdorf) im sechsten und Stabspringer Patrick Schütz (LV Winterthur) im fünften Rang. Beide hatten an den Studenten-Weltmeisterschaften (Universiade) vor zwei Jahren schon das Finale erreicht. Ebenfalls auf dem fünften Rang landete die 4x400-m-Staffel, die den Schlusspunkt der bisher erfolgreichsten Schweizer CISM-Delegation setzte. Damit wurde das hohe Ziel einer Medaille bei Weitem übertroffen. Im Medaillenspiegel belegte die Schweiz Platz 14 unter 33 Nationen.

Der Sport als Brücke zwischen den Armeen

«Freundschaft durch Sport lautet das Motto des internationalen Militär-Sportverbandes», betont Oberstlt Stefan Spahr, um anzufügen: «Uns ging es in Sofia aber auch darum, erfolgreich abzuschneiden und dank des CISM neue Erfahrungen zu sammeln.» Erfahrungen, die der Team Captain nicht nur auf die sportlichen Wettkämpfe bezogen haben möchte. Wo sonst erlebt man es schliesslich, dass Angehörige der US-Streitkräfte mit jenen des Irans in den selben Bus steigen und friedlich im selben Saal speisen?

Die Schweizer wiederum pflegten den Kontakt im und neben dem Stadion, tauschten sich ebenso als Soldaten wie als Athleten mit ihren ausländischen Kameraden aus. Ob in der Unterkunft, auf dem Wettkampfplatz oder auf der Tribüne: Stets diente der Sport als gemeinsame Gesprächsbasis. «Der Militärsport ist eine der besten Formen, Vorurteile auf internationaler Ebene abzubauen und gemeinsam in einen Dialog zu treten», unterstreicht Chief of Mission Maj Christian Hess die besondere Bedeutung des CISM. Neu ist allerdings, dass die Schweiz auch auf sportlicher Ebene ein Wörtchen mitreden kann, stellt sie doch erstmals in der Leichtathletik einen Militärweltmeister.

Die Schweizer Resultate im Überblick

1. Tag. Finals: 800 m: 1. Bram Som (Ho) 1:46,98. Ferner: 8. Christian Niederberger (Sz) 1:56,30. -- 400 m Hürden: 1. Christian Grossenbacher (Sz) 51,26. 2. Thiango Sales (Br) 51,38. 3. Nathaniel Garcia (USA) 51,82. Ferner: 6. Michael Pfanner (Sz) 52,65. – Dreisprung: 1. Momchil Karailiev (Bul) 17,22. Ferner: 6. Alexander Hochuli (Sz) 15,62. – Diskus: 1. Piotr Malachowski (Pol) 64,94. Ferner: 10. David Naef (Sz) 49,90. – Vorläufe: 800 m. 1. Halbfinal: 1. Abubaker Ali Kamel (Katar) 1:49,37. Ferner: 5. Nicolas Repond (Sz) 1:51,55. – 2. Halbfinal: 1. Bram Som (Ho) 1:50,14. 2. Christian Niederberger (Sz) 1:50,26. – 3. Halbfinal: 1. Sajjad Aorabi (Iran) 1:48,75. Ferner: 5. David Fiegen (Lux) 1:49,86. 6. Jan Hochstrasser (Sz) 1:53,08. – 400 m Hürden. 1. Halbfinal: 1. Victor Solarte (Ven) 51,82. Ferner: 4. Christian Grossenbacher (Sz) 52,25. – 2. Halbfinal: 1. Michael Pfanner (Sz) 53,02.

2. Tag. Vorläufe: 400 m. 2. Halbfinal: 1. Marcin Marcinszyn (Pol) 46,27. – Ferner: 4. Philipp Weissenberger (Sz) 47,84 (als Gesamt-9. ausgeschieden). – 1500 m. 1. Halbfinal: 1. Mohammed Hajjaj (Mar) 3:48,11. – Ferner: 5. Mirco Zwahlen (Sz) 3:50,33 (als Gesamt-10. für Final qualifiziert). – 2. Halbfinal: 1. James Kwalla (Katar) 3:47,82. – Ferner: 6. Michael Geissbühler (Sz) 3:52,15 (als Gesamt-11. für den Final qualifiziert).

Schlusstag. Finals: 1500 m: 1. Abdelkhader Bakhtache (Fr) 3:43,60. Ferner: 6. Mirco Zwahlen (Sz) 3:46,92. 12. Michael Geissbühler (Sz) 3:54,79. – 3000 m Steeple: 1. Abdelkader Hachlaf (Mar) 8:35,00. Ferner: 8. Johannes Morgenthaler (Sz) 9:05,64. – Stab: 1. Kevin Rans (Be) 5,55. Ferner: 5. Patrick Schütz (Sz) 5,20. – Bemerkung: Olivier Frey (Sz) musste verletzungsbedingt auf den Wettkampf verzichten. – 4x400 m: 1. Algerien 3:07,95. 2. Polen 3:08,20. 3. Brasilien 3:11,52. Ferner: 5. Schweiz (Michael Pfanner, Jan Hochstrasser, Christian Niederberger, Philipp Weissenberger) 3:13,73.

 

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Zuletzt aktualisiert am: 04.01.2010
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