13 Athleten vertreten die Schweizer Armee bei den 43. CISM-Leichtathletik-Weltmeisterschaften vom 9. bis 11 Juni in Sofia (Bulgarien). Angeführt wird die Delegation von EM-Teilnehmer Christian Grossenbacher (LV Winterthur/400 m Hürden). Ebenfalls Hoffnungen auf eine Spitzenklassierung dürfen sich die Stabspringer Olivier Frey (OB Basel) und Patrick Schütz (LV Winterthur) machen.
Die Saison ist noch jung, da haben 13 Athleten den ersten internationalen Grossanlass schon fest im Visier. Weil die CISM-Welttitelkämpfe in der bulgarischen Hauptstadt bereits Mitte Juni über die Bühne gehen, erfolgte die Selektion der dienstpflichtigen Leichtathleten aufgrund der erbrachten Resultate der letzten Sommer- und Wintersaison.
Gespannt darf man auf das Abschneiden von Langhürdler Christian Grossenbacher sein. Der EM-Halbfinalist von 2006 hat ein schwieriges, von Verletzungen geprägtes Jahr hinter sich und ist im Begriff, sich wieder an internationale Aufgaben heranzutasten. Die CISM-WM bietet ihm eine ideale Plattform dazu: Das Niveau an der Spitze ist hoch, und doch sollte es ihm erlauben, vorne mitzulaufen. Auf den 29-jährigen Teamleader wartet allerdings ein happiges Programm – mit Vorlauf, allenfalls Halbfinal und Final am gleichen Tag! Es wäre zudem Grossenbachers erster Final als Einzelläufer an internationalen Meisterschaften, nachdem er den Endlauf an der Universiade 2005 in Izmir (Türkei) bloss um einen Rang verpasste.
Medaille als Ziel
Universiade-Luft haben vor zwei Jahren in Bangkok (Thailand) auch Olivier Frey und Patrick Schütz geschnuppert. In Sofia avancieren die zwei Stabspringer nun zu ernsthaften Medaillenkandidaten. Mit ihrer letztjährigen Saisonbestleistung von 5,30 m – das haben die zwei vergangenen CISM-Grossanlässe gezeigt –, liegt eine Medaille in Reichweite. Es wäre für die CISM-Bahnleichtathleten erst das dritte Edelmetall nach Viktor Röthlins Bronze 1999 in Zagreb (Kroatien) über 5000 m und Julien Fivaz‘ Silber in Hyderabad (Indien) 2007 im Weitsprung.
„Eine Medaille ist ein hohes, aber realistisches Ziel“, hält Team Captain Oberstleutnant Stefan Spahr fest. Der frühere Mittel- und Langstreckenläufer der LV Langenthal hat das CISM-Athletics-Team vor knapp einem Jahr als Disziplinenchef übernommen. Er weiss, dass es gerade für die jüngeren Athleten darum geht, „erste internationale Erfahrungen zu sammeln.“ So sind mit Jan Hochstrasser (20/BTV Aarau), Michael Geissbühler (21/LV Langenthal), Michael Pfanner (21/LV Thun) und Nicolas Repond (22/Lausanne-Sports) vier Teilnehmer dem U23-Alter noch nicht entwachsen.


