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Heer

Internationale CISM-Klettermeisterschaften in Greifensee

Wettkampfteilnehmer kopfüber in der Kletterwand (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster

Klettern – eine Leidenschaft!

Vom 27. bis 29. Oktober 2009 fanden im Kletterzentrum Milandia in Greifensee (ZH) die nationalen und internationalen Militärmeisterschaften im Sportklettern und Bouldern statt – unter dem Motto: "Climbing is Passion!" Organisiert wurde der Anlass durch das Kompetenzzentrum Gebirgsdienst der Armee (Komp Zen Geb D A) und den Internationalen Militärsportverband (Conseil International du Sport Militaire, CISM).

Mark Jones, Berufsunteroffizier Komp Zen Geb D A

Mit dem Sieg in der Nationenwertung gelang es der Schweizer Delegation, dem zweitägigen Anlass ihren Stempel aufzudrücken. In den Einzeldisziplinen waren es hingegen Athletinnen und Athleten aus Österreich, die den Ton angaben: Die Siege in der Königsdisziplin Lead gingen an Christine Schranz und Kilian Fischhuber – beide gehören dem österreichischen Nationalkader an und nehmen am aktuellen Kletterweltcup teil. Mit einem sehr guten dritten Rang belegte der erste weibliche Gebirgsspezialist der Schweizer Armee, Ariane Stäubli, einen Podiumsplatz bei den Damen. Bei den Herren konnten sich Martin Jaggi mit dem zweiten Platz und Daniel Winkler auf Platz drei hervorragend in Szene setzen.

Lead, Bouldern, Speedklettern

Die Sportlerinnen und Sportler kämpften in Greifensee in den Disziplinen Lead, Bouldern und Speedklettern um die verschiedenen Meistertitel. Lead – auch Schwierigkeitsklettern genannt – ist die übliche Bezeichnung für die Königsdisziplin des wettkampfmässigen Sportkletterns. Die Athleten müssen anspruchsvolle Routen von 15 bis 20 Metern Höhe klettern. Dabei wird die maximal erreichte Höhe bewertet. Zu Beginn eines Wettkampfs dürfen die Athleten die Routen ein paar Minuten lang sichten. Danach müssen sie in einem separaten Raum auf ihren Einsatz warten, damit die Chancengleichheit gewahrt bleibt und die Reihenfolge der kletternden Athleten keinen Einfluss auf das Resultat hat. Erreicht ein Athlet die maximale Höhe einer Route, wird dies mit "Top" bezeichnet. Normalerweise bedeutet das die Qualifikation für die nächste Runde mit einer schwierigeren Route. Auf diese Weise wird geklettert, bis die Routen so schwierig werden, dass maximal ein Athlet "Top" klettert. In der Regel ist dies in der Finalroute der Fall.

Bouldern ist das Klettern an Felsblöcken (englisch: boulder) in Absprunghöhe. Eine Seilsicherung ist hierzu nicht notwendig; zur Dämpfung von Stürzen werden weiche Matten unterlegt. Beim Speedklettern geht es darum, in Dreierteams drei verschiedene Routen nacheinander zu absolvieren. Wer die beste Zeit erreicht, gewinnt.

Zum ersten Mal in der Schweiz

Der Anlass fand zum ersten Mal in der Schweiz und zum ersten Mal mit der Unterstützung des Internationalen Militärsportverbandes (CISM) statt. Der CISM zählt zu den grössten Sportorganisationen auf internationaler Ebene. Das Kompetenzzentrum Gebirgsdienst der Armee mit Standort in Andermatt, das den Gebirgsdienst für das Heer und die Luftwaffe sicherstellt, war für die Organisation und Durchführung des Wettkampfs verantwortlich.

Text: Mark Jones, Berufsunteroffizier Komp Zen Geb D A

 

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Zuletzt aktualisiert am: 18.01.2012
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