Mit der Schlussübung FINALE in Einsiedeln neigt sich die Spital RS 41-3 dem Ende zu. Die Übung ging davon aus, dass nach heftigen Regenfällen und Überschwemmungen Teile der Armee aufgeboten wurden, um die zivilen Kräfte zu unterstützen. In dieser Situation mussten die Spitalsoldaten für die evakuierten Patienten die Pflege sicherstellen. Das Besondere daran: für einmal waren die «Patienten» echt.
Elf betagte Gäste aus dem Pflegeheim Wäggis meldeten sich freiwillig für die Teilnahme an der Übung. Für sie bedeutete dies vier Tage Ferien in Einsiedeln. Für die Spitalsoldaten bedeutete dies eine Betreuung rund um die Uhr - eine nicht ganz einfache Aufgabe, denn für einmal gaben die Patienten, respektive die betagten Gäste den Zeitplan vor und nicht der Tagesbefehl.
Um eine einwandfreie Pflege zu garantieren, wurden die Spitalsoldaten von medizinischem Berufspersonal unterstützt, das in diesem Rahmen seinen WK absolvierte. Zur Qualitätssicherung wurde eine zivile Beobachterin eingesetzt. Sie dokumentierte den Pflegebetrieb minutiös und half somit, allfällige Schwachstellen auszumerzen.
Neben der Pflege war ein technischer Zug für die Infrastruktur des Militärspitals besorgt. Er ist zuständig für die Reinigung der Anlage und der Wäsche sowie für die Sterilisation von Instrumenten und Desinfektion von Räumen und Utensilien. Zudem betreibt er ein Hygienelabor. Und schliesslich muss der technische Zug in der Lage sein, einen Brand zu bekämpfen und die Patienten zu evakuieren.
Die Spitalsoldaten Bereich Pflege können sich währen der RS einen vom Schweizerischen Roten Kreuz anerkannten Pflegehelferausweis erwerben. Mindestanforderungen für den Ausweis sind 120 Stunden theoretische Ausbildung gefolgt von einem 13-tägigen Praktikum in einem Spital oder Pflegeheim. In der Armee wird von den Spitalsoldaten ein 4-wöchiges Praktikum gefordert. Zudem werden Spitalsoldaten auch im zivilen Bereich als Laienretter anerkannt.
Schlussübung FINALE der Spit RS 41
Für einmal waren die "Patienten" echt


