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Heer

Das Kata Hi Bat 23 in Genf

Das Kata Hi Bat 23 verbrachte unter der Leitung seines neuen Kommandanten, Oberstleutnant Josef Wiederkehr, von Mitte Januar bis Mitte Februar 2012 seinen jährlichen WK in und um Genf. Höhepunkt des Wiederholungskurses bildeten die Kompanie-Zertifizierungsübungen PROFIT der Rettungsschule 76.

 

Zertifizierungsübungen
Mit fünf Kompanien und rund 1000 Militärangehörigen startete das Kata Hi Bat 23 am 23. Januar in den WK 2012. Die einzelnen Kompanien bezogen ihre Unterkünfte in Genf in der Kaserne „Les Vernets“ und in den Vororten der Westschweizer Metropole sowie in Villeneuve im Kanton Waadt. Die drei Rettungskompanien des Bataillons waren vor allem auf dem Truppenübungsplatz Epeisses im Einsatz, der die ideale Infrastruktur für die vorbereitenden Norm- und anschliessenden Zertifizierungsübungen bot. Durch diese vereinheitlichten Übungen mit klar vorgegebenen Benotungskriterien entstand zwischen den Kompanien ein Wettkampfgefühl, und bei allen Angehörigen der einzelnen Einheiten waren Motivation und Einsatzwille insbesondere vor und während der Zertifizierungsübungen deutlich spürbar. Dies ist denn auch der grösste Wert dieser Übungen für den Bataillonskommandanten, Oberstleutnant Wiederkehr. Nicht nur die Übungen seien nämlich seiner Ansicht nach wertvoll, sondern auch der Weg dahin. Die Truppe sei motivierter als bei „normalen“ WK-Einsätzen und wollte sich augenscheinlich nach den Normübungen zu Beginn des WK im Hinblick auf die Zertifizierungen nochmals verbessern und hat dementsprechend trainiert.

Brückenbau in Aigle
Auch die Bausappeure des Bataillons wurden zertifiziert, doch übten sie gemeinsam mit einigen Zügen der Stabskompanie hauptsächlich am anderen Ende des Genfersees rund um Villeneuve und Aigle. Sie hielten dort unter anderem gemeinsam mit zwei RS-Zügen der Infanterieschule aus Colombier die Grossübung „Fuoco Finale“ ab, bei welcher in klirrender Kälte Brücken über Rhone und Gryonne errichtet wurden und rund 500 Soldaten im Einsatz standen. Wegen schlechten Wetters klappte leider der Einbezug der Luftwaffe nicht wie gewünscht, weil die Hubschrauber nicht fliegen konnten. Dennoch stiess die Übung bei Anwohnern wie auch bei der lokalen Presse auf grosses positives Interesse. So waren mehrere Zeitungen und ein Radiosender mit insgesamt zehn Reportern und Fotografen vor Ort.

Insgesamt gelungener WK
Insgesamt war der WK 2012 des Kata Hi Bat 23 vor allem in Bezug auf die bestandenen Zertifizierungsübungen aber auch durch die geglückte Übernahme des Bataillons durch den neuen Kommandanten ein sehr gelungener Wiederholungskurs. Die eher ungewohnte WK-Umgebung der Romandie hat sicherlich zudem beim einen oder anderen Bataillonsangehörigen zur positiven Horizonterweiterung beigetragen. Genf ist für viele Deutschschweizer Soldaten denn auch eine Art „Auslandeinsatz“. Dies ist keineswegs negativ zu verstehen, doch sorgten die zumeist lange Anreise, das internationale und in mancher Beziehung mediterrane Flair dieser schönen Stadt und die französische Sprache für ganz spezielle Eindrücke bei den Angehörigen des Kata Hi Bat 23. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang auch das manchmal etwas distanzierte Verhältnis von Westschweizer Bevölkerung und Deutschschweizer Soldaten, das wohl auf beiden Seiten durch Vorurteile geprägt ist. Sofern diese bei den Militärangehörigen negativ waren, haben sie sich in diesem WK – wie zu erwarten war – in keinster Weise bewahrheitet. Im Gegenteil: Die Einheimischen zeigten sich stets äusserst freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend und begegneten der Arbeit des Kata Hi Bat 23 mit grossem Interesse.

Hauptmann Adrian Rüst
PIO Kata Hi Bat 23

 

Trotz klirrender Kälte steht der Auftrag im Vordergrund: die Brücke steht! (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Trotz klirrender Kälte steht der Auftrag im Vordergrund: die Brücke steht!
Retten aus der Tiefe will geübt sein! (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Retten aus der Tiefe will geübt sein!
Konzentriertes Arbeiten am Wasserwerfer, unter etwas erschwerten Bedingungen (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Konzentriertes Arbeiten am Wasserwerfer, unter etwas erschwerten Bedingungen
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Zuletzt aktualisiert am: 09.02.2012
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