Gebirgsinfanteriebataillon 29
Hauptausbildungsauftrag unseres Bataillons
In der Raumsicherung kann unser Bataillon in einem zugewiesenen Raum:
- für Ruhe und Ordnung sorgen und Präsenz, Entschlossenheit und Stärke zeigen;
- die Führungsfähigkeit der zivilen und militärischen Entscheidungsträger garantieren;
- wichtige Verkehrsträger offen halten und den Verkehrsfluss kontrollieren;
- Schlüsselräume und Grenzabschnitte überwachen;
- die Gegenseite isolieren und gegebenenfalls neutralisieren.
Im Rahmen von Verteidigungseinsätzen kann das Geb Inf Bat 29 insbesondere:
- in bedecktem Gelände verzögern, zurückziehen, sperren und halten;
- in bedecktem Gelände das Begegnungsgefecht aufnehmen und/oder angreifen;
- in bedecktem oder überbautem Gelände einen Gegner bis Brigadestärke im Rahmen einer in sich
- geschlossenen Verteidigungsstellung aufhalten, minimal das Einnehmen von (Schlüssel-) Gelände oder Objekten verhindern.
Erkennungszeichen unseres Bataillons
Die Schwurhand hat drei Finger. Diese stehen für „Innerschweiz, Verpflichtung und Respekt“.
- Der Begriff „Innerschweiz“ zielt auf die Herkunft des Bataillons aus den Urkantonen ab. Es ist ein Privileg, dass im Einzugsgebiet des Bataillons sich unter anderem auch die Rütliwiese befindet.
- Der Rütlischwur symbolisiert die gegenseitige Verpflichtung über alle Hierarchiestufen für einander einzustehen.
- Zu guter Letzt nimmt diese Schwurhand ein Symbol eines früheren Verbandes auf, welcher aus der gleichen Region stammte und Ende 1994 aufgelöst wurde. Damit bringt das Bataillon seinen Respekt gegenüber früheren Generationen zum Ausdruck, welche sich mit grossem persönlichem Einsatz und Erfolg zu Gunsten der Sicherheit unseres Landes eingesetzt haben.
Truppenstärke
Gegenwärtig umfasst das Bataillon 933 Angehörige der Armee (AdA).
Das Geb Inf Bat 29 rekrutiert sich zum grössten Teil aus den Innerschweizer Kantonen. Spezial- und Schlüsselfunktionen werden aber, sofern sie nicht mit Angehörigen der Armee aus der Innerschweiz besetzt werden können, mit Angehörigen aus anderen Kantonen bestellt.
Geschichte
Das Geb Inf Bat 29 wurde auf die Armee XXI hin aus dem Gebirgsinfanterieregiment 29 gebildet und vereinigt in sich die ehemaligen Innerschweizer Gebirgsfüsilierbataillone 87 (UR), 72 (SZ), 86 (SZ), 48 (ZG), 47 (OW) und das Gebirgsschützenbataillon 12 (NW).

Bisher geleistete Einsätze
- „ALPA ECO SETTE“ und "ALPA ECO UNDICI": 2007 und 2011 leistete das Geb Inf Bat 29 Assistenzdienst am „World Economic Forum“ im Raum Chur-Landquart-Davos-Tiefencastel.
- „AMBA CENTRO“: 2004, 2006 und 2009 waren einzelne Kompanien des Geb Inf Bat 29 in der Botschaftsbewachung „AMBA CENTRO“ im Einsatz.
- „SUBVENIO“: 2008 wurde die Kompanie 29/1 im Rahmen der Bereitschaft auf Stufe Armee („SUBVENIO“) ausgelöst und löste die vom Bootsunfall auf der Kander betroffene Sicherungskompanie der Air Base Alpnach ab.
- „AQUA 0805“: 2005 wurde eine ad hoc zusammengestellte Kompanie mit rund 100 AdA bei der Hochwasserkatastrophe „AQUA 0805“ in Brienz eine Woche lang zur Hang- und Wasserkontrolle und zum Aufräumen eingesetzt. Ein weiteres Detachement von rund 40 „Holzarbeitern“ räumte in Oey im Diemtigtal Fall- und Schwemmholz weg.