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Heer

Brigaderapport

Rund 700 Offiziere, höhere Unteroffiziere, Partner-innen und Gästen nahmen am jährlichen Rapport im Kongresshaus in Biel teil. Die zahlreichen Redner sprachen vor einem gespannten und neugierigen Publikum. Der Anlass konnte auf die Präsenz von politischen und militärischen Persönlichkeiten zählen.

 

Brigadier Philippe Rebord, Kommandant der Infanteriebrigade 2

"Enthusiasmus, Vertrauen und Entschlossenheit"

Während seiner Ansprache hat Brigadier Philippe Rebord die Armeeangehörigen und die anwesenden Gäste begrüsst. Er hat die Gelegenheit genutzt, um einen besonderen Willkommensgruss an die Begleiterinnen und Familien der Armeeangehörigen zu richten, welche durch ihre Anwesenheit seiner Einladung Folge geleistet haben: Ein starkes Zeichen für unsere Milizarmee!


Wie es sich gehört, hat der Kommandant anschliessend einen Rückblick auf das vergangene Jahr gemacht. Dieser beinhaltete Glückwünsche und Kritiken gefolgt von einer klaren Schlussfolgerung: Der Zustand der Brigade ist gut, Bravo! Die angesprochenen Perspektiven innerhalb der Brigade waren eindeutig: Es geht darum, die Ordnung und Disziplin aufrecht zu erhalten sowie die schwindenden Ressourcen zu optimieren.


Schliesslich hat der Brigadier mit Nachdruck daran appelliert, dass die Initiative für eine Abschaffung der Dienstpflicht welche kürzlich lanciert wurde, unserer Armee irreparable Schäden zuführen könnte! Der Kommandant hat jedoch Vertrauen in jeden seiner Männer: „Wir werden alles unternehmen, um erfolgreich zu sein und zu bestehen.“

 


Herr Eric Fehr, Stadtpräsident Biel

"Biel - eine Stadt mitten in Wachstum"

Erich Fehr, geboren am 17. August 1968, ist seit dem 1. Januar 2011 Stadtpräsident und Finanzdirektor der Stadt Biel.

Im Namen der Stadt Biel begrüsst Erich Fehr die Angehörigen der Infanteriebrigade 2 und die anwesenden Gäste. Er freut sich, dass das Bieler Kongresshaus bereits auch Versammlungsort für die Armee 61 war. Er erinnert daran, dass Biel eine Stadt im Wachstum ist. Nach der Krise der Uhrenindustrie in den 70er-Jahren hat sich die Stadt als ein Zentrum der Schweizer Kommunikation durchgesetzt; zuerst als die ersten Räumlichkeiten von Swiss Teletext, später für das Bundesamt für Kommunikation ( BAKOM) und heute für die zahlreichen Call Center verschiedenster Kommunikationsgesellschaften. Den Status der zweisprachigen Stadt, den sich Biel zunutze machen kann, bestätigt die Stadt Biel als Drehscheibe der Kommunikation in der Schweiz.

 


Hauptmann Jean-Marc Schmid, Seelsorger der Infanteriebrigade 2

"Einen Teil der Staatsautorität zu besitzen: Eine schwere Verantwortung"

Hauptmann Jean-Marc Schmid übernimmt die Funktion des Seelsorgers seit 1995. Er ist auch Pfarrer in der Gemeinde Court (Bern).

Der Armeeseelsorger der Infanteriebrigade 2, Jean-Marc Schmid, unterstreicht die Bedeutung der Entwicklung der ethischen Kompetenzen ergänzend zu den technischen Kompetenzen bei jedem Mitglied der Armee. Ein Bürger in Uniform zu sein, heisst einen Teil der Staatsautorität zu besitzen und vielleicht eines Tages moralischen Dilemmas gegenübergestellt zu sein. Die Gewaltanwendung während eines realen Engagements stellt jeden vor eine schwere Entscheidung. Im Angesicht von Verantwortungen, die er sich nicht zwingend ausgesucht hat und auf welche er nicht unbedingt vorbereitet ist, soll der Milizsoldat, wie jedes Mitglied der Armee, die Grenzen seiner Handlungen hinterfragen. Wie soll man gleichzeitig Ordnung schaffen und die Situationen und Personen achten? Handeln oder sich zurückhalten? In diesem Zusammenhang können die geistigen Werte die im Tumult - unter der Einwirkung von Stress und Müdigkeit - getroffenen Entscheidungen, stützen. Solche ethische Kompetenzen sollten unterrichtet und sorgfältig angewendet werden.

 


Herr Werner Luginbühl, Ständerat des Kanton Bern

"Die Schweiz braucht eine moderne und starke Armee"

Geboren am 4. Januar 1958 in Krattigen (BE), ist Werner Luginbühl seit 2007 im Berner Ständerat.

Er wurde am 20. November 2011 für eine zweite Legislaturperiode wiedergewählt. Im Namen der kantonalen Behörden freut sich Herr Luginbühl, den Rapport der Infanteriebrigade 2 zu grüssen. In der Einleitung zu diesem Rapport möchte er daran erinnern, wie wichtig eine moderne, starke, glaubhafte und vertrauenswürdige Armee ist. Was bedeutet eine solche Armee? Es geht für ihn vor allem um eine Armee, welche über eine erkennbare Bildung, ein kompetentes Kader, eine Qualitativ hochwertige Ausrüstung und eine leistungsfähige Logistik verfügt. Infolgedessen müssen die verfügbaren Mittel und die Kosten einer solchen Armee auf der Höhe der festgelegten Kriterien und der gewünschten Glaubhaftigkeit sein.

 


Frau Isabelle Keller, Kinderhilsorganisation "Une Goutte d'eau"

"Es sind kleine Wassertropfen die grosse Flüsse machen"

Frau Isabelle Keller  ist die Gründerin des Kinderhilfsorganisations "Une Goutte d'eau" (http://www.unegouttedeau.net/ Externe Seite. Inhalt wird in neuem Fenster geöffnet.)

Dies ist das Leitmotiv der Kinderhilfestiftung „Wassertropfen“, welche von seiner Gründerin Isabelle Keller vorgestellt wurde. Das Prinzip ist simpel und wirksam: Wenn jeder ein wenig zusammenlegt, wird es uns gelingen, viel zu machen. Die Freiwilligen der Stiftung bauen und betreuen Waisenhäuser, Schulen und Hilfsstrukturen in mehreren Ländern Afrikas. Die Stiftung legt besonderen Wert auf Kooperation: Jedes Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit der ortsansässigen Bevölkerung verwirklicht; dies erlaubt die lokale Wirtschaft anzutreiben und auf Dauer in autonomer Weise aufrechterhalten zu können.

 
Es ist klar, dass dieser Aufwand angesichts des Elends sehr klein ist, doch die Freude und Dankbarkeit der Betroffenen sind so gross und schön, dass sich jede Mühe lohnt!
Herzlichen Dank an Frau Keller für ihre Beherztheit und ihre Aufopferung - eine Aufopferung, welche jeder von uns unterstützen, weitergeben und verbreiten sollte.

 


Korpskommandant André Blattmann, Chef der Armee

"Die Miliz erlaubt, optimistisch und zuversichtlich zu bleiben"

Der Chef der Armee freut sich der Infanteriebrigade 2 für ihr Engagement zugunsten der Sicherheit und dem guten Funktionieren der Armee gratulieren zu dürfen.

 
Nachdem er an die politischen und sozialen Zusammenhänge erinnert hat, macht der Chef der Armee kein Geheimnis aus dem aktuellen Thema: Dem Kauf neuer Kampfflugzeuge. Er bestätigt die getroffene Auswahl und wiederholt, dass die Bewertungen abgeschlossen sind und dass der gewählte Flugzeugtyp völlig dem von der Schweiz festgelegten Pflichtenheft entspricht.


Korpskommandant André Blattmann stellt danach einige Eckwerte zu der Entwicklung der Armee dar, wie zum Bespiel die Verminderung der Dauer der Wiederholungskurse, die Rückkehr zu zwei Starts in den Rekrutenschulen oder der Beschleunigung des Mobilisierungssystems.

 
Bei der Analyse möglicher Bedrohungen auf welche die Armee vorbereitet sein muss, stellt er die Krise der Staatsschulden und der daraus resultierenden sozialen und politischen Instabilität an die erste Stelle. Danach folgen die Gefahren der zunehmenden Waffenprolieferation, die Verminderung der Ressourcen, der Wassermangel, des Informationskrieges oder der Naturkatastrophen.


Zum Schluss erinnert uns der Chef der Armee - genau wie es der Brigadier Rebord vor ihm getan hat - an die Bedeutung der Miliz und unterstreicht vor allem die Tatsache, dass es unmöglich ist, diese zu ersetzen. Tatsächlich erlaubt uns die Miliz optimistisch und zuversichtlich zu bleiben.

 


Herr Eric Cornut, Head of Europe, Novartis Pharma

"Niedergang des Kollektives und Aufstieg des Ich’s"

Mit den Augen eines Beobachters präsentiert Herr Cornut sein Referat. Seine Erfahrung und seine berufliche Position erlauben es ihm, einen breitwinkligen Blick auf die gegenwärtige Situation zu werfen, und darauf was in den nächsten Jahren auf dem Spiel steht.


Der Redner verteidigt acht Thesen der Entwicklung der Gesellschaft. Die Eurokrise wird es nicht versäumen in unserem Land einzuschlagen. Ausserdem wird die Verminderung der Ressourcen uns zu schwierigen Entscheidungen zwingen. Diese Krise wird die Bevölkerungen dazu bringen, sich auf die traditionellen Grundbedürfnisse zu besinnen, zu welchen die Sicherheit und die Gesundheit gehören. Um die mit der Krise verbundenen Probleme so gut wie möglich zu überwinden, empfiehlt es sich, sich daran zu erinnern, dass Innovation oft als Erfolgsfaktor wirkt und zu Lösungen führt.


Man kann wahrnehmen, dass der Begriff des Kollektivs dabei ist, sich abzuschwächen um dem Individualismus Platz zu machen. Zudem bringen die demographischen Entwicklungen das System aus dem Gleichgewicht. Die Bevölkerung altert und den sozialen und pflegedienstlichen Institutionen gelingt es nicht, dem zunehmenden Bedarf gerecht zu werden.


Als Abschluss stellt Herr Cornut fest, dass allein das Bewusstwerden dieser Punkte das Vertrauen untereinander stärken kann.

 

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Für Fragen zu dieser Seite: Infanteriebrigade 2
Zuletzt aktualisiert am: 15.03.2012
Emblem der Infanteriebrigade 2
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