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Heer

Brigaderapport 2011

…unsere Antwort ist Sicherheit!

Feldgrün war am Freitag, den 25. März 2011 die dominierende Farbe in Schaffhausen. Die Infanteriebrigade 7 mit Brigadier Martin Vögeli als Kommandant führte ihren Jahresrapport in der Stahlgiesserei durch. Die St. Galler Regierungsrätin Karin Keller-Sutter ging in ihrem Referat auf die aktuellen Herausforderungen der schweizerischen Sicherheitspolitik ein, der finnische Verteidigungsattaché Esapekka Vehkaoja auf das Wehrmodell seine Landes.

Für Brigadier Martin Vögeli, Kommandant der Infanteriebrigade 7 war der diesjährige Jahresrapport quasi ein Heimspiel. Der gebürtige Schaffhauser und langjährige Chef des Kantonalen Amtes für Militär und Zivilschutz führte den Jahresrapport seiner Brigade in der ehemaligen Stahlgiesserei Schaffhausen durch. „Es ist für mich persönlich schon ein emotionaler Moment, meine Offiziere und Gäste in meinem Heimatkanton begrüssen zu dürfen“, sagte der Milizoffizier. Auf den 1. Januar 2011 ist er durch den Bundesrat zum Projektleiter der Sicherheitsverbundsübung 2014 im Teilzeitpensum ernannt worden.

 

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Brigadier Martin Vögeli, Kommandant Infanteriebrigade 7.

Traditioneller Auftakt

Begrüsst wurden die rund 700 Offiziere und höhere Unteroffiziere sowie zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Behörden durch das Spiel der Gebirgsinfanteriebrigade 9 unter der Leitung von Wachtmeister Andrea Nold mit dem Munot-Marsch.
Traditionell ging der Auftakt zum Rapport vor sich: Einmarsch der Brigade-Standarte unter den Klängen des wohlbekannten Fahnenmarsches und Melden der Offiziere bei Divisionär Fritz Lier, Stellvertreter des Kommandanten Heer. Der Schaffhauser Stadtpräsident Thomas Feurer hiess die Anwesenden willkommen, Regierungsrätin Rosmarie Widmer Gysel als Finanz- und Militärdirektorin überbrachte die offizielle Grussbotschaft der Schaffhauser Kantonsregierung.

 

Schaffhauser Stadtpräsident Thomas Feurer
Schaffhauser Stadtpräsident Thomas Feurer

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Die Schaffhauser Finanzdirektorin und Vorsteherin des Amtes für Militär und Zivilschutz, Rosmarie Widmer Gysel

Vorbereitet sein

In Zeiten von grossen Veränderungen müsse man sich vorbereiten und – mit Blick auf die Ereignisse der vergangenen Wochen- auch das Undenkbare denken, zeigte sich Brigadier Vögeli in seiner Ansprache an die Gäste und Offiziere überzeugt. „Die Armee ist die strategische Reserve des Bundesrates im Sicherheitsverbund Schweiz!“ Die Armee komme bei Grossereignissen und bei „groben“ Einsätzen zum Einsatz. Das Aufgabenspektrum der Armee umfasst die Bewältigung von existentiellen Bedrohungen und Krisen bis hin zur Abwehr eines militärischen Angriffes auf unser Land, so Vögeli weiter.

 

Kernkompetenz Führung

Für die Infanteriebrigade 7 geht es darum, ihre Kernkompetenz Führung auf hohem Niveau aufrecht zu erhalten. Sie wird als Test- und Versuchsstab eingesetzt, erarbeitet Einsatzkonzepte zu Gunsten der Armeeführung (z.B. Grenzschutzstudie) und steht permanent und rasch als Einsatz- und Bereitschaftsstab zur Verfügung. Die Stäbe Grosser Verbände müssen bei möglichen Einsätzen abgelöst werden können um die Durchhaltefähigkeit aufrecht zu erhalten, sagte Brigadier Vögeli.

 

Regierungsrätin Karin Keller-Sutter
Regierungsrätin Karin Keller-Sutter

Aktuelle Herausforderungen der Sicherheitspolitik

Die St. Galler Regierungsrätin und Vorsteherin des Sicherheits- und Justizdepartements, Karin Keller-Sutter ging in ihrem Referat auf die aktuellen Herausforderungen der Schweizerischen Sicherheitspolitik ein. Wo die eigenen Polizeikräften nicht ausreichend sind, seien die Kantone auf die Hilfe von aussen angewiesen. Sie wies auf die wichtige Zusammenarbeit der Kantone in den vier Polizeikonkordaten hin, zu denen mit Ausnahme der Kantone Tessin und Zürich alle Kantone gehören. Trotz dieser Zusammenarbeit können die Kantone ihre Bestände nicht auf einzelne Spitzenbelastungen ausrichten. Andererseits sei eine Auslagerung der Sicherheit an private Sicherheitsunternehmen ein „no-go“, so die St. Galler Regierungsrätin. Das Gewaltmonopol des Staates sei für sie unantastbar.

 

Armee wichtiger Partner

Noch wichtiger für die Kantone sei die Zusammenarbeit mit der Armee. Sie mahnte, dass die Armee nicht zum Spielball von politischen Ideologien werden darf. Die Armee habe im Sicherheitsverbund Schweiz ihre zentrale Rolle als einzige Sicherheitsreserve, welche man aus politischer Opportunität keinesfalls zerschlagen darf. „Die Armee sei ein wichtiger Partner der Polizei, gemeinsam muss dafür gesorgt werden, dass sie ihre Leistungsfähigkeit behält“, appellierte Karin Keller-Sutter.

 

Oberstleutnant im Generalstab Esapekka Vehkaoja
Oberstleutnant im Generalstab Esapekka Vehkaoja

Blick auf Finnland

Oberstleutnant im Generalstab Esapekka Vehkaoja, finnischer Verteidigungsattaché für die Schweiz mit Sitz in Paris erläuterte das Wehrmodell seines Heimatlandes. In Finnland gilt die allgemeine Wehrpflicht. Das Land der tausend Seen verfügt im Verhältnis zu seiner Grösse über eine kleine, aber schlagkräftige Armee. Mit Russland haben die Finnen einen Nachbarn von grosser weltpolitischer und strategischer Bedeutung und teilen eine rund 1'300 Kilometer lange gemeinsame Grenze mit dem östlichen Riesenreich. Die finnischen Streitkräfte verfügen über die Teilstreitkräfte Heer, Luftwaffe und Marine. Zudem verfügt Finnland über Grenzschutzformationen, welche im Kriegsfall dem Heereskommando unterstellt werden können.

 

Brigadier Martin Vögeli
Brigadier Martin Vögeli

Ausblick 2011: Taktischer Kurs

In seinem Ausblick auf die kommenden Dienstleistungen für 2011 wies Brigadier Vögeli auf den Taktischen Kurs vom 19.-23. September im Raum Frauenfeld hin. Als einziger Grosser Verband der Schweizer Armee führt die Infanteriebrigade 7 für alle ihre Offiziere einen Taktischen Kurs durch. Fünf Tage lang werden die Truppenkörper-Kommandanten, ihre Stäbe, die Einheitskommandanten und ihre Zugführer trainiert. Es gehe darum, durch praktische Arbeit, insbesondere im Gelände, und durch Entschlussfassungsübungen die Aktionsplanung auf den Stufen Truppenkörper, Einheit und Zug zu üben.
Weiter soll durch eine spezifische, technische Weiterbildung das Wissen der Fachspezialisten, Einheitskommandanten und Zugführer gefestigt werden. Nach dem Motto „Entschluss am Bus“ werden Entschlussskizzen im altbewährten Rahmen, ohne Computer, mit aufgespanntem Packpapier an Bussen, ausgearbeitet: Erfahrene Kameraden werden sich an die guten alten Zeiten der Schweizer Armee zurückerinnert fühlen, so Brigadier Vögeli.

 

Gut aufgestellte Brigade

Die Infanteriebrigade 7 sei bedrohungsgerecht, wirtschaftsfreundlich und kostengünstig aufgestellt. Als Kaderorganisation ohne Truppenausbildung ist die Brigade ganz auf die Lösung von Sicherheitsproblemen aller Art ausgerichtet. Das erste Jahr habe wertvolle Erfahrungen gebracht: Namentlich der Stab der Infanteriebrigade 7 hat den Beweis erbracht, auch neue Aufgaben gut erfüllen zu können. Dazu gehörten der Aktionsplanungsprozess STABILO, das Erarbeiten einer Studie über den Schutz eines Grenzabschnitts sowie die Planung des Taktischen Kurses für die eigenen zwölf Truppenkörper.

 

Kompetenter militärischer Partner

Die erprobte, eingespielte und bewährte Führungsstruktur kann sich gezielt auf neue Aufgaben und Herausforderungen fokussieren, weil keine Truppen auszubilden sind. Die eingespielte Organisation besitzt die Fähigkeit, grosse projektbezogene Aufgaben strukturiert und mit eintrainierten Prozessen effizient, sogar aus dem Stand, anzugehen: Die Infanteriebrigade 7 hat sich auch weiterhin als ein kompetenter militärischer Partner mit engagierten Kadern erwiesen.
Kurz- und mittelfristig zehren die Offiziere der Infanteriebrigade 7 noch von ihren Erfahrungen der Dienstleistungen im Truppendienst. Langfristig werde allerdings das Abrufen von weit zurückreichenden Erfahrungen zu Lücken im militärischen Wissen führen, gibt Brigadier Vögeli zum Schluss des Rapportes zu bedenken. Dies gelte es für den Planungshorizont 2015 der Infanteriebrigade 7 im Auge zu behalten.

 


Rapporto di brigata 2011

Venerdì 25 marzo 2011, il colore predominante a Sciaffusa era il grigio-verde. Infatti la Brigata Fanteria 7, comandata dal brigadiere Martin Vögeli ha svolto il suo rapporto annuale nella locale "Stahlgiesserei".
La sangallese Consigliera di Stato, Karin Keller-Sutter, ha impostato il suo intervento sulle attuali sfide della politica svizzera di sicurezza e l’attaché militare fillandese Esapekka Vehkaoja sul modello di difesa del suo paese.

 

Für Fragen zu dieser Seite: Internet Of Inf Br 7
Zuletzt aktualisiert am: 29.03.2011
Emblem der Infanteriebrigade 7

Impressionen vom Jahresrapport

 

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Schwere Mittel im Einsatz: Für das Logo der Inf Br 7 ist der imposante Hallenkran mit 70 to Hubkraft gerade gut genug.

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Die Fahnen und Standarten der 12 unterstellten Bataillone und Abteilungen der Inf Br 7.

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Der finnische Verteidigungs-
attaché Esapekka Vehkaoja im Gespräch mit Oberstlt Axel Zimmermann, C Komm Inf Br 7.

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Brigadier Martin Vögeli, Kdt Inf Br 7, heisst die 700 Teilnehmer in seiner Heimatstadt Schaffhausen herzlich willkommen.

Die Eventhalle innerhalb der Stahlgiesserei macht nicht einmal einen Viertel der grössten Industriehalle der Schweiz aus. Locker haben die Offiziere und Gäste in der Halle Platz.

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Brigadier Martin Vögeli überreicht der Schaffhauser Finanzdirektorin Rosmarie Widmer Gysel einen Inf Br 7-Crest.

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Vier Kameras sind auf die St.Galler Regierungsrätin Karin Keller-Sutter gerichtet. Blick auf den grossen Regiebildschirm.

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Karin Keller-Sutter erhält von Brigadier Vögeli einen Briefbeschwerer überreicht. "Für die Fanpost", wie er schmunzelnd meinte.

Zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland sind der Einladung gefolgt...

...und pflegen nun ihr Netzwerk.

Im Gespräch vertieft: Oberst i Gst Willy Brülisauer, Stabchef In Br 7 (links) mit Brigadier Hans-Peter Kellerhals, Kdt Pz Br 11 (rechts)

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Ein Crest der Inf Br 7 geht nach Finnland: Oberstleutnant Esapekka Vehkaoja und Brigadier Vögeli

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Das Spiel der Gebirgsinfanteriebrigade 9 unter der musikalischen Leitung von Wachtmeister Andrea Nold (links)

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Der Deutsche Militärattaché Rainer Konrad (mitte) im Gespräch mit dem Stellvertretenden Kommandanten Heer, Divisionär Fritz Lier (rechts).

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Divisionäre unter sich: Roberto Fisch im Gespräch mit Peter Stutz, welcher nach 35 Jahren im Dienste der Schweizer Armee am Rapport seinen letzten Arbeitstag hatte.

Referate und Präsentationen

 

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