Am traditionellen Brigaderapport der Panzerbrigade 1 in Morges zog Kommandant Daniel Berger einerseits Bilanz, andererseits warf er auch einen gehaltvollen Blick in die Zukunft. Das Augenmerk richtete er dabei auf die Zukunftsperspektiven der Panzertruppen im Rahmen des Kampfes in urbanen Zonen. Als Gast erwies unter anderen der Waadtländer Staatsrat Philippe Leuba der Panzerbrigade 1 die Ehre.
Text : Four Pascal Dietrich
Fotos : Sdt Laurent Gilliéron
Brigaderapport 2009
Zwar sei der prompte Einwand zu erwarten, dies alles habe doch rein gar nichts mit der Armee zu tun, warf Berger ein. "Ich bin da aber nicht so sicher", betonte er als Antwort vielsagend, um mahnend fortzufahren, wer sich heute für eine Armee einsetze, dem werde sofort die Frage gestellt, wo sich denn der Feind verstecke. Die Debatte konzentriere sich jeweils darauf, weshalb man Millionen von Steuerfranken in eine Armee investieren solle, wenn unklar sei, wogegen man sie einsetze. Diese Diskussion ziele jedoch am Grundsätzlichen vorbei, so Berger. Denn die Antwort sei einfach: "Weil wir wissen, wofür wir die Armee einsetzen. Das reicht", mahnte der Kommandant. Die Armee sei der Garant für Frieden und Freiheit. Die Grundsatzfrage laute deshalb: "Soll man auf ein letztes Mittel zur Sicherung der Freiheit verzichten?"
Eine kriegerische Auseinandersetzung grosser, modern ausgerüsteter Armeen in Europa bleibe zwar bei der aktuellen geostrategischen Lage wenig wahrscheinlich. Die Lage könne sich aber binnen weniger Jahre ändern. Für die Armee gelte es, für eine solche Eventualität bereit zu sein.
Eine kriegerische Auseinandersetzung grosser, modern ausgerüsteter Armeen in Europa bleibe zwar bei der aktuellen geostrategischen Lage wenig wahrscheinlich. Die Lage könne sich aber binnen weniger Jahre ändern. Für die Armee gelte es, für eine solche Eventualität bereit zu sein.


