Die Schweizer Panzerformationen haben eine lange reiche Geschichte, welche den besonderen Geist der Panzersoldaten erklärt. Um das Privileg zu erhalten in die ersten Panzer einzusteigen werden die Panzersoldaten einer strengen Auswahl unterstellt. Nicht zuletzt deswegen handelt es sich bei dieser Truppe um stolze, engagierte und hochmotivierte « Pänzeler ». Nach einer ersten Episode (AA 2/2008) erscheint die zweite und letzte Folge mit den letzten starken Momenten der Panzergeschichte und ihrer Zukunft in der Schweiz..
Text: Sdt Régis Huguenin-Dumittan
Bildgeschichte der Panzer in der Schweiz – 2. Folge
Die 1960er Jahre : Die Selbstversorgung für die Panzer
Mit der Armee 61 füllen die Kampfpanzer Centurions eine wichtige strategische Funktion aus. Der Bestand an verfügbaren Panzern ermöglichte es den Centurions-Regimentern und -Batallionen der drei Mechanisierten Divisionen (grosse Verbände verschiedener Waffengattungen), Offensivaktionen im Mittelland durchzuführen. Nebenbei waren die ab 1965 eingesetzten amerikanischen M-113- Panzer für die Grenadiere, Minenwerferpanzer, Sappeure, Übermittler und Generalstäbe der Mechanisierten Truppen bestimmt.
Im Jahr 1961 erscheint der erste Panzer, der ganz in der Schweiz von den Eidgenössischen Konstruktionswerkstätten in Thun (ausser den deutschen Motor und die französische Einrichtung für den Turm) hergestellt wird. Die Armee schafft sich 150 Stück dieser ersten Ausgabe des Panzer 61 an, dann 390 weitere Panzer 68 in den verschiedenen Varianten (besonders mit der Einführung der Raupen mit Gummikissen) zwischen 1968 und 1978, wovon 170 einen vergrösserten Turm haben. Als Ersatz für den Centurion bauten die Eidgenössischen Konstruktionswerkstätten in Thun die schweizerischen Panzer 61 und 68. 1967 verfügt die Schweizerarmee über 24 Panzerbatallione (neben 220 Infanteriebatallione). Die Mechanisierten Divisionen erhalten noch die Panzerhaubitze M-109.
Die 1970er und 1980er Jahre : Mobilität und Sicherheit
Kurz von den 1970er Jahren kommt das Problem der Abschaffung immer wieder auf die Tagesordnung, und die Zahl der Schwadronen verringert sich stetig dermassen (1938 30, 1951 24, 1961 18, 1972 12), dass schliesslich die Entscheidung einer endgültigen Abschaffung der Kavallerie vom Parlament getroffen wird. Die 3500 Dragoner der Schweizerarmee werden dann in die Mechanisierten Truppen eingegliedert. Die Umschulung der 12 Schadronen in Panzergrenadierkompanien findet 1973 statt, aber der besondere Korpsgeist der Kavallerie begleitet die versetzten Dragonerin die Panzer.
Nach dem Einsetzen der Panzer 61 und 68 setzt sich die Einsicht, dass eine Eigenentwicklung der zunehmend komplexeren Waffensysteme die Möglichkeiten des schweizerischen Rüstungsapparts übersteigt. Diese Einsicht hatte sich übrigens schon in den 1950er Jahren bei der Flugwaffe durchgesetzt. Die von der Konstruktionswerkstätte in Thun entwickelten Panzer 61 und 68 verfügen über zu kleine Türme. Zudem weist der Panzer 68 zahlreiche Mängel auf, die nur mit Mühe behoben werden können. In den 1970er Jahren soll der Kampfpanzer eine grössere Mobilität erhalten. Neben der grösseren Beweglichkeit versuchen die Hersteller die wichtigsten Teile zu schützen, und zwar durch eine innere Unterteilung, durch die Herabsetzung der Silhouette und durch mehrfache wirksame Panzerung gegen dieWirkung von atomaren strategischen Waffen. Die 1975 in die Wege geleitete Entwicklung eines neuen schweizerischen Kampfpanzers kam 1979 zum Abbruch.
Die Schweizerarmee entzieht schrittweise ihre Centurions. Die Wahl des Nachfolgers wendet sich auf den schweren (57 tonnen) deutschen Panzer « Leopard 2 » mit einer supermodernen Technologie. Der Kauf des deutschen Leopard ermöglicht ungefähr 25% Kosten zu sparen. Die schweizerische Rüstungsindustrie muss sich mit der Lieferung von Komponenten und der Endmontage begnügen. Zwischen 1987 und 1993 werden 380 Leopard 2 unter Lizenz hergestellt, wovon 224 heute noch eingeteilt sind.
Die 1990er und 2000er Jahre : Die Ärader Elektronik
Zu Beginn der 1990er Jahre zählt die Schweiz ungefär 900 Kampfpanzer, 1’500 Schützenpanzer und 500 Panzerhaubitzen. Die Armee 95 sah fünf Panzerbrigaden vor, die Armee XXI deren zwei, nämlich die je 10’000 Mann starken Brigaden 1 und 11. 2007 verfügt die Armee über 230 Leopard 2, 180 Schützenpanzer CV 9030 (schwedisch), 220 Panzerhaubitzen (die Panzer M-113 wurden ausgemustert). Seit 1993 verfügt die bis zu diesem Zeitpunkt nicht motorisierte Infanterie über 250 mit Rädern versehene Panzerjäger des Typs Piranha, die den Soldaten Schutz bieten, rasche Verschiebungen erlauben und in einem gewissen Ausmass den Kampf vom Fahrzeug aus ermöglichen.
Grundsätzlich wird Kriegsmaterial möglichst lange benutzt. Wegen der Notwendigkeit einer zeitgemässen Bewaffnung und jüngsten Umstrukturierungen wurde ein Teil der Panzer verschrottet. Ein Verkauf an anderen Länder war aus politischen Gründen nicht zulässig.
Trotzdem belegt die Entwicklung der Armeen in den letzten Jahren, dass der Panzer nicht in den Ruhestand versetzt wird. ImGegenteil erscheinen neue Generationen von Panzern, die schwere Waffen tragen können. Mit einer verbesserten Geschwindigkeit und Autonomie einerseits und andererseits mit einem automatischen Beladungsdispositiv und voller Elektronik, um den neuen Kampfsituationen (wie zum Beispiel das Blindschiessen dank der Thermografie) zu entsprechen, findet der Panzer neues Interesse in der Bewaffnungsstrategie, trotz der ständigen Kostenerhöhung und der Verletzbarkeit im überbauten Gelände.
Mit der Armee 61 füllen die Kampfpanzer Centurions eine wichtige strategische Funktion aus. Der Bestand an verfügbaren Panzern ermöglichte es den Centurions-Regimentern und -Batallionen der drei Mechanisierten Divisionen (grosse Verbände verschiedener Waffengattungen), Offensivaktionen im Mittelland durchzuführen. Nebenbei waren die ab 1965 eingesetzten amerikanischen M-113- Panzer für die Grenadiere, Minenwerferpanzer, Sappeure, Übermittler und Generalstäbe der Mechanisierten Truppen bestimmt.
Im Jahr 1961 erscheint der erste Panzer, der ganz in der Schweiz von den Eidgenössischen Konstruktionswerkstätten in Thun (ausser den deutschen Motor und die französische Einrichtung für den Turm) hergestellt wird. Die Armee schafft sich 150 Stück dieser ersten Ausgabe des Panzer 61 an, dann 390 weitere Panzer 68 in den verschiedenen Varianten (besonders mit der Einführung der Raupen mit Gummikissen) zwischen 1968 und 1978, wovon 170 einen vergrösserten Turm haben. Als Ersatz für den Centurion bauten die Eidgenössischen Konstruktionswerkstätten in Thun die schweizerischen Panzer 61 und 68. 1967 verfügt die Schweizerarmee über 24 Panzerbatallione (neben 220 Infanteriebatallione). Die Mechanisierten Divisionen erhalten noch die Panzerhaubitze M-109.
Die 1970er und 1980er Jahre : Mobilität und Sicherheit
Kurz von den 1970er Jahren kommt das Problem der Abschaffung immer wieder auf die Tagesordnung, und die Zahl der Schwadronen verringert sich stetig dermassen (1938 30, 1951 24, 1961 18, 1972 12), dass schliesslich die Entscheidung einer endgültigen Abschaffung der Kavallerie vom Parlament getroffen wird. Die 3500 Dragoner der Schweizerarmee werden dann in die Mechanisierten Truppen eingegliedert. Die Umschulung der 12 Schadronen in Panzergrenadierkompanien findet 1973 statt, aber der besondere Korpsgeist der Kavallerie begleitet die versetzten Dragonerin die Panzer.
Nach dem Einsetzen der Panzer 61 und 68 setzt sich die Einsicht, dass eine Eigenentwicklung der zunehmend komplexeren Waffensysteme die Möglichkeiten des schweizerischen Rüstungsapparts übersteigt. Diese Einsicht hatte sich übrigens schon in den 1950er Jahren bei der Flugwaffe durchgesetzt. Die von der Konstruktionswerkstätte in Thun entwickelten Panzer 61 und 68 verfügen über zu kleine Türme. Zudem weist der Panzer 68 zahlreiche Mängel auf, die nur mit Mühe behoben werden können. In den 1970er Jahren soll der Kampfpanzer eine grössere Mobilität erhalten. Neben der grösseren Beweglichkeit versuchen die Hersteller die wichtigsten Teile zu schützen, und zwar durch eine innere Unterteilung, durch die Herabsetzung der Silhouette und durch mehrfache wirksame Panzerung gegen dieWirkung von atomaren strategischen Waffen. Die 1975 in die Wege geleitete Entwicklung eines neuen schweizerischen Kampfpanzers kam 1979 zum Abbruch.
Die Schweizerarmee entzieht schrittweise ihre Centurions. Die Wahl des Nachfolgers wendet sich auf den schweren (57 tonnen) deutschen Panzer « Leopard 2 » mit einer supermodernen Technologie. Der Kauf des deutschen Leopard ermöglicht ungefähr 25% Kosten zu sparen. Die schweizerische Rüstungsindustrie muss sich mit der Lieferung von Komponenten und der Endmontage begnügen. Zwischen 1987 und 1993 werden 380 Leopard 2 unter Lizenz hergestellt, wovon 224 heute noch eingeteilt sind.
Die 1990er und 2000er Jahre : Die Ärader Elektronik
Zu Beginn der 1990er Jahre zählt die Schweiz ungefär 900 Kampfpanzer, 1’500 Schützenpanzer und 500 Panzerhaubitzen. Die Armee 95 sah fünf Panzerbrigaden vor, die Armee XXI deren zwei, nämlich die je 10’000 Mann starken Brigaden 1 und 11. 2007 verfügt die Armee über 230 Leopard 2, 180 Schützenpanzer CV 9030 (schwedisch), 220 Panzerhaubitzen (die Panzer M-113 wurden ausgemustert). Seit 1993 verfügt die bis zu diesem Zeitpunkt nicht motorisierte Infanterie über 250 mit Rädern versehene Panzerjäger des Typs Piranha, die den Soldaten Schutz bieten, rasche Verschiebungen erlauben und in einem gewissen Ausmass den Kampf vom Fahrzeug aus ermöglichen.
Grundsätzlich wird Kriegsmaterial möglichst lange benutzt. Wegen der Notwendigkeit einer zeitgemässen Bewaffnung und jüngsten Umstrukturierungen wurde ein Teil der Panzer verschrottet. Ein Verkauf an anderen Länder war aus politischen Gründen nicht zulässig.
Trotzdem belegt die Entwicklung der Armeen in den letzten Jahren, dass der Panzer nicht in den Ruhestand versetzt wird. ImGegenteil erscheinen neue Generationen von Panzern, die schwere Waffen tragen können. Mit einer verbesserten Geschwindigkeit und Autonomie einerseits und andererseits mit einem automatischen Beladungsdispositiv und voller Elektronik, um den neuen Kampfsituationen (wie zum Beispiel das Blindschiessen dank der Thermografie) zu entsprechen, findet der Panzer neues Interesse in der Bewaffnungsstrategie, trotz der ständigen Kostenerhöhung und der Verletzbarkeit im überbauten Gelände.


