Das Pz Bat 12 auf der Bühne
Tag der offenen Tür am 15. Mai in Bure
Auf Initiative unseres Brigadiers, Daniel Berger, und unter der Leitung von Oberstlt Tobias Meyer, Kdt Pz Bat 12, kam ein interessiertes Publikum, Gemeinderäte, Ehemalige und Mitarbeiter aus den Bereichen der Mechanisierten und Leichten Truppen in den Genuss, hinter ein paar « geheime » Türen der Kaserne von Bure zu schauen.
Text: Sdt Vincent Duding
Fotos: Sdt Vincent Duding
Die Roten und die Blauen begegnen sich im Kampf in bebautem Gebiet. Ein Leopard-Panzerzug versucht, den herannahenden Grenadierpanzern Deckung zu geben. Umrahmt von kleinen Holzhäusern erklärt Oberstlt Tobias Hauser den Anwesenden
die Situation : „Das Ziel des Angreifers ist es, die Kontrolle über die Häuser im Zentrum zu erlangen, um anschliessend die Geiseln befreien zu können. Da wir zur Kontrolle keine Computer im Gelände zur Verfügung haben, helfen uns die Maquetten, die Strategien zu planen und danach die Kritik mit der Truppe hier durchführen zu können. « Dank der neuen Technologien auf den Sim Panzern, der Soldaten und Explosivwaffen, ähneln die Kampfszenen im Dorf Nalé so ziemlich den Kriegsbildern aus dem Fernsehen. So konnte den Gästen auch eindrücklich gezeigt werden, über welche Mittel ein Pz Bat verfügen muss, um ein hohes Mass an Kompetenz beibehalten zu können. » Wir haben keine Show für unsere Gäste organisiert. Es handelt sich hier um Standardübungen“, erklärt Oberstlt Tobias Meyer, « wir haben den Besuchern lediglich die Realität des Ausbildungsdienstes unserer Truppen gezeigt. » Alle Übungen werden in einem Kotrollraum der elektronischen Kampfsimulation begleitet. Der Rundgang beginnt übrigens hier. Hinter Glasscheiben sitzen ein paar Offiziere vor den Bildschirmen und beurteilen die Leistungen der eingesetzten Kompanien. Dieses System ist derart komplex, dass für den Betrieb zivile Ingenieure eingesetzt werden müssen. Im Ausrüstungsgebäude, neben den Panzerhallen, beherbergen verschiedene Räume Maschinen und Material, welche für den reibungslosen Einsatz dieser Simulationsausrüstungen benötigt werden. Innerhalb einer Stunde kann in der Soldatenhalle eine ganze Kompanie vollständig ausgerüstet werden.
An einem derartigen Besuchstag bietet sich ebenfalls die Möglichkeit, die neusten Panzerfahrzeuge vorstellen zu können. In einer der Hallen steht das « jüngste Kind » der MLT, der Berge- und Reparaturpanzer Büffel, BPZ. Auf dem Chassis des Leo 2 aufgebaut, besteht die Hauptaufgabe des Büffels darin, die Betriebsbereitschaft aller Fahrzeuge der Leo-Familie aufrecht zu erhalten. Das Fahrzeug ist mit einem hydraulischen Kran ausgerüstet, welcher seitlich angebracht ist und Ladungen bis zu 30 Tonnen heben kann.
Bei der Rettung im Gelände können die Sanitätstruppen neuerdings auf den Piranha San 6x6 zählen. Dieses gepanzerte Fahrzeug hat genügend Platz, um 3 Verletzte oder 10 sitzende Personen transportieren zu können.
Nach dem Schlusswort von Brigadier Daniel Berger sind die Leute zufrieden nach Hause gereist. Für die meisten der Zuschauer hat dieser Besuch neue Informationen im Bezug auf die Art der Ausbildung der Schweizer Armee im 21. Jahrhundert gebracht. Die Zukunft wird technologischer und die Panzerbrigade 1 steht in dieser Beziehung an vorderster Front.