Übung KIWI 11
Die brigade blindée 1 in der Zentralschweiz im Einsatz
Ein Erdbeben der Stärke 7 auf der Richterskala hat die Zentralschweiz erschüttert. Zahlreiche Kommunikationswege sind unterbrochen, und mehrere Gebäude sind eingestürzt. Die Bevölkerung beklagt sich über die Zivilbehörden. Die Polizei muss wegen Gewalttätigkeiten und Plünderungen Präsenz markieren.
Das bataillon d’exploration 1 wird zur Unterstützung der Zivilbehörden der Kantone Schwyz und Glarus in dieser Krisensituation eingesetzt. Diese Übung grossen Ausmasses fand hauptsächlich vom Mittwoch, 13., bis Donnerstag, 14. Juli, statt. Sein Name: KIWI 11, in Anlehnung an die Erdbeben, die Christ Church (NZ) in den letzten Monaten erschüttert hatten.
Da die Strassen geschlossen sind, wurden Vordetachemente bereits Dienstags per Super Pumas in die Zentralschweiz eingeflogen. Mehr als 360 AdAs und 45 Fahrzeuge sind anschliessend per Zug nach Schwyz einmarschiert.
Die Missionen des bat expl 1 sind die folgende: die Strasse Schwyz-Pragelpass-Näfels offen halten und den Konvois Geleit geben; die Helikopterlandeplätze von Mollis und Seewen zugunsten einer Notluftbrücke, sowie die Tankstelle Bebeco von Seewen beschützen.
Die AdAs mussten aber auch aggressiven Demonstranten – Soldaten aus der br bl 1 – und neugierigen Journalisten – Kommunikationszelle der br bl 1 - die Stirn bieten. Ziel war es, das Vertrauen der Katastrophenopfer und der Medien durch eine vorbildliche Haltund der Truppe zu gewinnen. Zahlreiche Rollenspiele fanden unter anderem in Muotathal, Schwyz und Mollis statt.
Mittwoch, später Nachmittag. Junge überregte Demonstranten tauchen im KP der compagnie expl 1. Sie werden von bewaffneten Männern angehalten. „Wir haben Hunger!“; „Seit drei Tagen warten wir!“; „Ich habe eine Tochter von drei Jahren, die was zu essen will!“; „Ich habe acht Kilos in zwei Tagen verloren (sic)!“, schreien die Demonstranten. Oberleutnant Pierre-Henri Chevalley versucht, sie zu beruhigen. Er gibt ihnen schlussendlich eine magere Verpflegung. „Hier ist für jeden ein kleiner Sack. Das ist alles, was wir im Moment organisieren konnten. Das ist für Ihre Familien. Wenn wir rationieren müssen, dann rationieren wir. Das ist eine Überlebensration im Falle einer Katastrophe...“ Ein Vertreter der Demonstranten darf sich schliesslich mit Hauptmann Vincent Quinche, Kommandant der Kompanie, unterhalten. Dieser Informiert den Stab und verlangt umgehend Polizeiunterstützung.
Der jurassische Soldat Julien Humard, Durchdiener im Kanton Zürich, spielt einen der zivilen Angreifer: „Wir wollten schon immer die roten Markeure spielen. Das war nicht einfach, denn wir haben nicht das nötige Aggressionsniveau, das wir haben sollten.“ Am Abend greifen Antimilitaristen den KP. Sie werden schliesslich von den Soldaten verhaftet und der Polizei übergeben.
Donnerstag Morgen, Szenenwechsel. Ein Checkpoint wurde in Muotathal installiert, um den Zugang zum Pragelpass zu kontrollieren. Zwei Eagles sperren die Strasse, und die AdAs überprüfen alle Fahrzeuge, die auf den Pass wollen. „Wir haben eine Polizeianzeige bekommen, dass Plünderer eingreifen wollen. Wir sind daher im Alarmbereitschaft“, beschreibt uns Wachtmeister Marc-André Frass die Situation. Echte Geologen werden nicht auf den Pass zugelassen... bis man später den Fehler entdeckt! Falsche Terroristen, hingegen, die eine in ihrem Lieferwagen versteckte künstliche Bombe transportieren, werden verhaftet.
Am Nachmittag verschärft sich die Lage in Seewen, bei Schwyz. Demonstrierende dringen in die Tankstelle Bebeco ein. Gleichzeitig versuchen Journalisten in den Kommandoposten des Bataillonsstabes einzudringen, um mit dem Kommandanten zu sprechen. Ihnen wird aber der Zutritt von Soldaten verweigert. Die Demonstrierenden kreuzen auf, und die Journalisten befinden sich nun zwischen den AdAs und den feindlich gesinnten Zivilisten! Von den Soldaten hart bedrängt, werden sie jedoch bald vor den wütenden Demonstranten in Sicherheit gebracht. Diese Kampen vor den Soldaten, greifen sie mit Wasserbomben und Knallkörpern an! Die Anspannung ist spürbar, obweohl es sich dabei nur um eine Simulation handelt. Ein Instruktor macht diesem gespannten Duell schnell ein Ende. Ende der Übung in der Übung.
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TEXT: Sdt Basile Weber
FOTOS: Fachof (Hptm) Baptiste Feuz
Das bataillon d’exploration 1 wird zur Unterstützung der Zivilbehörden der Kantone Schwyz und Glarus in dieser Krisensituation eingesetzt. Diese Übung grossen Ausmasses fand hauptsächlich vom Mittwoch, 13., bis Donnerstag, 14. Juli, statt. Sein Name: KIWI 11, in Anlehnung an die Erdbeben, die Christ Church (NZ) in den letzten Monaten erschüttert hatten.
Da die Strassen geschlossen sind, wurden Vordetachemente bereits Dienstags per Super Pumas in die Zentralschweiz eingeflogen. Mehr als 360 AdAs und 45 Fahrzeuge sind anschliessend per Zug nach Schwyz einmarschiert.
Die Missionen des bat expl 1 sind die folgende: die Strasse Schwyz-Pragelpass-Näfels offen halten und den Konvois Geleit geben; die Helikopterlandeplätze von Mollis und Seewen zugunsten einer Notluftbrücke, sowie die Tankstelle Bebeco von Seewen beschützen.
Die AdAs mussten aber auch aggressiven Demonstranten – Soldaten aus der br bl 1 – und neugierigen Journalisten – Kommunikationszelle der br bl 1 - die Stirn bieten. Ziel war es, das Vertrauen der Katastrophenopfer und der Medien durch eine vorbildliche Haltund der Truppe zu gewinnen. Zahlreiche Rollenspiele fanden unter anderem in Muotathal, Schwyz und Mollis statt.
Mittwoch, später Nachmittag. Junge überregte Demonstranten tauchen im KP der compagnie expl 1. Sie werden von bewaffneten Männern angehalten. „Wir haben Hunger!“; „Seit drei Tagen warten wir!“; „Ich habe eine Tochter von drei Jahren, die was zu essen will!“; „Ich habe acht Kilos in zwei Tagen verloren (sic)!“, schreien die Demonstranten. Oberleutnant Pierre-Henri Chevalley versucht, sie zu beruhigen. Er gibt ihnen schlussendlich eine magere Verpflegung. „Hier ist für jeden ein kleiner Sack. Das ist alles, was wir im Moment organisieren konnten. Das ist für Ihre Familien. Wenn wir rationieren müssen, dann rationieren wir. Das ist eine Überlebensration im Falle einer Katastrophe...“ Ein Vertreter der Demonstranten darf sich schliesslich mit Hauptmann Vincent Quinche, Kommandant der Kompanie, unterhalten. Dieser Informiert den Stab und verlangt umgehend Polizeiunterstützung.
Der jurassische Soldat Julien Humard, Durchdiener im Kanton Zürich, spielt einen der zivilen Angreifer: „Wir wollten schon immer die roten Markeure spielen. Das war nicht einfach, denn wir haben nicht das nötige Aggressionsniveau, das wir haben sollten.“ Am Abend greifen Antimilitaristen den KP. Sie werden schliesslich von den Soldaten verhaftet und der Polizei übergeben.
Donnerstag Morgen, Szenenwechsel. Ein Checkpoint wurde in Muotathal installiert, um den Zugang zum Pragelpass zu kontrollieren. Zwei Eagles sperren die Strasse, und die AdAs überprüfen alle Fahrzeuge, die auf den Pass wollen. „Wir haben eine Polizeianzeige bekommen, dass Plünderer eingreifen wollen. Wir sind daher im Alarmbereitschaft“, beschreibt uns Wachtmeister Marc-André Frass die Situation. Echte Geologen werden nicht auf den Pass zugelassen... bis man später den Fehler entdeckt! Falsche Terroristen, hingegen, die eine in ihrem Lieferwagen versteckte künstliche Bombe transportieren, werden verhaftet.
Am Nachmittag verschärft sich die Lage in Seewen, bei Schwyz. Demonstrierende dringen in die Tankstelle Bebeco ein. Gleichzeitig versuchen Journalisten in den Kommandoposten des Bataillonsstabes einzudringen, um mit dem Kommandanten zu sprechen. Ihnen wird aber der Zutritt von Soldaten verweigert. Die Demonstrierenden kreuzen auf, und die Journalisten befinden sich nun zwischen den AdAs und den feindlich gesinnten Zivilisten! Von den Soldaten hart bedrängt, werden sie jedoch bald vor den wütenden Demonstranten in Sicherheit gebracht. Diese Kampen vor den Soldaten, greifen sie mit Wasserbomben und Knallkörpern an! Die Anspannung ist spürbar, obweohl es sich dabei nur um eine Simulation handelt. Ein Instruktor macht diesem gespannten Duell schnell ein Ende. Ende der Übung in der Übung.
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TEXT: Sdt Basile Weber
FOTOS: Fachof (Hptm) Baptiste Feuz


