Mit der Fahnenabgabe kam Bataillonskommandant Thomas Ott zu seiner "letzte Übungsbesprechung 2012": Sein Fazit zu den drei Wochen WK. Ein Auszug aus seiner Rede.
"Die vergangenen Wochen gingen unglaublich rasch vorbei. Zuerst die Fassung des kompletten Materials, die Repetition der etwas eingerosteten Abläufe und dann Übungen im Zugs-, Kompanie- und abschliessend Bataillonsrahmen. Jetzt stehen wir hier und mit der Abgabe unseres Feldzeichens beginnt die Phase des Rückschubs.
Jeder dieser Blöcke hat seinen Zweck: Wir müssen zuerst repetieren, dann üben und schlussendlich unsere Fähigkeiten und unsere Einsatzbereitschaft überprüfen. Ich muss wissen, wie euer Stand ist. Und mein Kommandant muss wissen, dass sein Panzersappeurbataillon – sein wichtigstes Bataillon – einsatzfähig und einsatzgewillt ist.
Was mich aber besonders erfreut hat, waren die Fortschritte im Verlauf der Übungen. Die Konsequenzen aus den Zwischenbesprechungen wurden sofort umgesetzt. Die Leistung konnte damit kontinuierlich gesteigert werden.
Ich bin mir der Intensität der vergangenen Wochen bewusst. Alle Kompanien waren viel auf dem Feld, die Truppe und das Kader hat ausserhalb der warmen Kaserne übernachtet. Das hat an den Kräften gezehrt und dem einen oder anderen auch seine persönlichen Limiten aufgezeigt. Das gehört bei echtem Training dazu. Ich gratuliere Ihnen zu dieser Leistung.
Zum Dienstabschluss gehört immer auch der Blick nach vorne. Tatsächlich ist es ein Weitschuss. Die Pause bis zur nächsten Dienstleistung ist wesentlich länger als jene zwischen den WKs 2011 und 2012. Wir stehen 2013 in den Sommermonaten Juni und Juli im Einsatz. Wo wir stationiert sein werden, kann ich heute noch nicht mit Sicherheit sagen.
Was ich weiss: Wir werden im nächsten WK wieder den scharfen Schuss üben. Das ist für mich eine wichtige Botschaft. Der scharfe Schuss gehört ultimativ zu meiner Forderung „train as you fight“. Es gilt Lücken zu schliessen und das geforderte Niveau zu erreichen.
Der Einsatz im scharfen Schuss bedeutet für Sie eine weitere Herausforderung: Der Umgang mit Sturmgewehr, Panzerfaust, Handgranate, MG und Sprengmittel muss sitzen. Die Meccanos, die wir in Frauenfeld respektive Bernhardzell und Bülach und heuer in Bure geübt haben, bilden nur die Basis für einen erfolgreichen WK 2013
Im WK 2012 sind wir unserer Vision weiter näher gekommen. Wir wollen das stärkste und beste Panzersappeurbataillon Europas sein. Ihr professioneller Auftritt als Bürger in Uniform erfüllt mich mit Stolz. Dass Sie sich meine Vorsätze und Anforderungen zu Herzen genommen haben, freut mich persönlich sehr. Vielen Dank für Ihren Einsatz! Ich freue mich auf weitere Dienstleistungen mit Ihnen!
Ihr Kommandant Panzersappeurbataillon 11