Premiere und Abschied
Zum ersten Mal rückte das Führungsunterstützungsbataillon 11 unter einem neuen Kommandanten in den WK 2010 ein – und zum letzten Mal mit seinen beiden Telematik-Kompanien. Ohne die „letzten Mohikaner“ des Richtstrahls, die in Zukunft der Führungsunterstützungsbrigade 41 zugeteilt sind, verfügt die Panzerbrigade 11 zukünftig über keine eigenen Richtstrahlmittel mehr.
Von wegen im Osten nichts Neues: Über Neuhausen und Stein am Rhein dringt der fiktive Gegner konstant gegen die Schweizer Grenze zu und droht diese zu überschreiten. Aus seinem Bereitschaftsraum im Raum Appenzell/St.Gallen rückt derweil das FU Bat 11 durch das Thurtal gegen das Zürcher Weinland vor, um im Funkschatten des Thurgauer „Seerückens“ die Funkverbindungen für den Gegenangriff sicherzustellen. Drei Stellungswechsel innert 48 Stunden beinhaltet die Übung LÜTHY, die unter der Leitung von Brigadier Hans-Peter Kellerhals stattfand.
Das Zweitages-Szenario ist der finale Leistungstest des Wiederholungskurses – auch für den neuen Kommandanten des Bataillons. Oberstlt i Gst Thomas Brunner übernahm das FU Bat 11 von Oberstlt i Gst Ralf Bosshard, der seit dem 1. Januar 2010 den Posten des G6 (Chef Führungsunterstützung) im Stab der Panzerbrigade 11 inne hat. „Im Gespräch unter vier Augen zeigen sich meine Leute stets einsatzbereit“, sagt Brunner am zweiten LÜTHY-Tag. „Während der Übungen stelle ich allerdings fest, dass es auf allen Stufen noch Optimierungspotential gibt, aber wir sind ja hier um zu trainieren.“ Zudem erschwerten Materialengpässe dem Bataillon die Arbeit zeitweise.
Gerade das Material wird in Zukunft sowieso weniger: Zum letzten Mal rückten die beiden Telematikkompanien 11/3 und 11/4 mit dem FU Bat 11 ein. Sie werden praktisch in ihrer Ganzheit der FU Br 41 zugeteilt. Weil sie dort unter ihresgleichen besser trainieren könnten. Damit verfügt die Pz Br 11 im kommenden Jahr über keine eigenen Richtstrahleinheiten mehr.
Text: Sdt Marco Rüegg, Bilder: jh

