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Heer

Drei Bataillone sagen leise Tschüss

Im Oktober schlug für drei Bataillone der Panzerbrigade 11 ihr letztes Stündchen. In Basel, St. Gallen und Glarus wurden das Panzerbataillon 25, die Artillerieabteilung 36 und das Panzergrenadierbataillon 27 aufgelöst. Das Verabschieden des eigenen Bataillons, für die Bataillonskommandanten und die anwesenden Gäste ein schwieriger und emotionaler Akt.

Der Basler Grossratssaal: ein würdiger Rahmen für die Verabschiedung des Panzerbataillons 25 (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Der Basler Grossratssaal: ein würdiger Rahmen für die Verabschiedung des Panzerbataillons 25
Achtung! Im St. Galler Pfalzkeller stehen die Offiziere der Artillerieabteilung 36 ein letztes Mal stramm (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Achtung! Im St. Galler Pfalzkeller stehen die Offiziere der Artillerieabteilung 36 ein letztes Mal stramm
Der Glarner Landratssaal – ein stimmungsvoller Ort für die Auflösung des Panzergrenadierbataillons 27 (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Der Glarner Landratssaal – ein stimmungsvoller Ort für die Auflösung des Panzergrenadierbataillons 27

 

Ob im Grossratssaal in Basel, im St. Galler Pfalzkeller oder im Landratssaal in Glarus, die Szenen ähnelten sich. An diesen drei Orten wurden drei Verbände der Panzerbrigade 11 verabschiedet. Das Basler Panzerbataillon 25, die St. Galler Artillerieabteilung 36 und das Glarner Panzergrenadierbataillon 27.

 

Angekündigter Schritt
Die Auflösungsfeiern kamen freilich nicht unerwartet. Die drei Verbände waren seit Jahren Reserveeinheiten, die Offiziere wurden einmal pro Jahr beübt. Mehr nicht. Folglich war die Fahnenübergabe bei der Verabschiedung ein letzter Akt, der das angekündigte Verschwinden der Bataillone definitiv werden liess. Was nicht heisst, dass die Verabschiedungen kühl und emotionslos vorübergingen. Vor allem für die drei Bataillonskommandanten war die offizielle Verabschiedung ein „Point of no Return“.

 

Oberstleutnant Reto Flühmann nahm in Basel Abschied von „seinem“ Panzerbataillon (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Oberstleutnant Reto Flühmann nahm in Basel Abschied von „seinem“ Panzerbataillon
Oberstleutnant i Gst Gerhard Hofmann führte die Artillerieabteilung 36 bis zum bitteren Ende ... (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Oberstleutnant i Gst Gerhard Hofmann führte die Artillerieabteilung 36 bis zum bitteren Ende ...
... und liess in seiner Ansprache den legendären Truppengeist noch einmal aufleben (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
... und liess in seiner Ansprache den legendären Truppengeist noch einmal aufleben
Oberstleutnant i Gst Andreas Böckli erinnerte an viele unvergessliche Stunden mit dem Panzergrenadierbataillon (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Oberstleutnant i Gst Andreas Böckli erinnerte an viele unvergessliche Stunden mit dem Panzergrenadierbataillon

 

Emotionale Voten
An der Auflösung in Basel erinnerte Oberstleutnant Reto Flühmann an die ruhmreiche Geschichte des Panzerbataillons 25. Für ihn als Bataillonskommandant war das „Verlassen der Kommandobrücke“ emotional. Melancholisch zu Mute war es Oberstleutnant im Generalstab Gerhard Hofmann. Lange Zeit stand er der Artillerieabteilung 36 vor, bevor die Geschichte des Bataillons in St. Gallen zu Ende ging. Von Traurigkeit wollte er am „letzen Tag“ nichts wissen, viel lieber sprach er vom Truppengeist, der die Abteilung geprägt hatte und verwies darauf, dass die Auflösungsfeier trotz allem auch eine „Feier“ sein sollte. In Glarus schwärmte Oberstleutnant im Generalstab Andreas Böckli von der Zeit, die die Angehörigen des Panzergrendierbataillons 27 auf dem Schiessplatz Wichlen verbringen konnten: „Wichlen ist und bleibt ein Paradies für Pänzeler!“

 

Brigadier Hanspeter Kellerhals (r.) begleitete sämtliche drei Reservebataillone auf ihrem letzten Gang (Vergrösserung im neuen Fenster)Vergrösserung im neuen Fenster
Brigadier Hanspeter Kellerhals (r.) begleitete sämtliche drei Reservebataillone auf ihrem letzten Gang
Würdevolle Feier
An sämtlichen Auflösungsfeiern nahmen neben Vertretern der Panzerbrigade 11 auch Regierungsvertreter der jeweiligen Göttikantone teil – und bedauerten den Verlust ihres Göttikindes. Gleichzeitig wurde in Basel, St. Gallen und Glarus die gute Verbindung zwischen Kanton und Armee gelobt. Die Auflösung der drei Bataillone im Rahmen des Entwicklungsschrittes 08/11 stiess allenthalben auf Verständnis.

 

 

Text: Sdt Mario Gehrer, Bilder: jh

 

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Zuletzt aktualisiert am: 08.11.2010
Emblem der Panzerbrigade 11
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