Fahren und Schiessen
Jenseits von Hinterrhein, von den letzten Ausläufern des Toggenburgs bis weit ins Zürcher Oberland – das Panzerbataillon 14 verbrachte den Grossteil des WK 2010 auf den Fahrzeugen. Die drei Wochen standen im Zeichen der Kernkompetenzen des Verbands.
23. September, der Morgen, an dem in Aadorf der Herbst beginnt. Schon vor der Dämmerung schälen sich die Soldaten aus den Schlafsäcken in der Kiesgrube, harren auf ihren gepanzerten Fahrzeugen aus, Bartstoppeln ums Kinn und die Spuren einer kurzen Nacht im Blick. In wenigen Minuten geht es los, vielleicht. Diesel mischt sich mit dem Geruch von Landwirtschaft, die Kolonne rollt.
EQUITES heisst die dreitägige Übung, die das Pz Bat 14 weit weg von ihrem „Daheim“ in Hinterrhein und Wichlen führt. Das ist keine Seltenheit im WK 2010. „Fahren und schiessen“, fasst Presse- und Informationsoffizier Hptm Michael Isenring das Programm zusammen. Etwas detaillierter klingt das so: Festigen der Beweglichkeit des Verbands, Sicherstellen der permanenten und einheitlichen Führung, Durchführung zielgerichteter, realistischer Gefechtsausbildung – unter dem Grundsatz: „Train as you fight.“
Neben zahlreichen Übungen auf dem Schiessplatz Hinterrhein, oben beim San Bernardino, ist das Bataillon demzufolge vor allem viel unterwegs. Das gedrängtes Programm und die dezentrale Organisation stellen an den Stab hohe Ansprüche. EQUITES hat ein halbes Jahr Planung gefordert. Und zwischen dem Eindrücken der Soldaten und dem ersten Schuss aus dem Panzerrohr vergingen kaum zwei Tage.
Text: Sdt Marco Rüegg, Bilder: Sdt Peter Hauser

