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Heer

Jahresrapport 2013

Medienmitteilung vom 12. Januar 2013

"Unter Strom" ins neue Jahr

Divisionär Hans-Peter Kellerhals hat heute in St.Gallen seinen ersten Jahresrapport als Kommandant der Territorialregion 4 durchgeführt. Vor rund 800 Offizieren und höheren Unteroffizieren sowie zahlreichen Gästen aus Politik und Wirtschaft sprach Divisionär Kellerhals zum abgelaufenen Jahr seines Verbandes und wagte einen Ausblick auf die Herausforderungen 2013. Zudem sprach der St. Galler Regierungsrat Fredy Fässler über die Bedeutung der Arbeit der Territorialregion 4 für seinen Kanton und Korpskommandant André Blattmann orientierte unter anderem über den Stand der „Weiterentwicklung der Armee“ und seine Schwergewichte 2013.

Am diesjährigen Jahresrapport der Territorialregion 4, die für die Kantone Zürich, Glarus, Schaffhausen, Appenzell-Ausserrhoden, Appenzell-Innerrhoden, St.Gallen und Thurgau zuständig ist, informierten sich die Teilnehmer und Gäste über das abgelaufene Jahr des militärischen Verbandes und würdigten die Bedeutung der Arbeit der Territorialregion 4. Aus Sicht eines massgeblichen zivilen Partners beurteilte der St. Galler Regierungsrat Fredy Fässler, Vorsteher des Sicherheits- und Justizdepartements das Engagement der Milizkader und die Bedeutung der Territorialregion 4.

Divisionär Hans-Peter Kellerhals, Kommandant der Territorialregion 4, blickte am Anlass in der Olma-Halle auf das abgelaufenen Jahr zurück. Die Höhepunkte 2012 waren die trinationale Katastrophenhilfe-Übung "TERREX 12" – die Territorialregion 4 übte mit zivilen und militärischen Partnern aus dem Inland, Deutschland und Österreich – und die gross angelegte Stabsübung "STABILO DUE". Für Kellerhals war es der erste Jahresrapport als Kommandant der Territorialregion 4. Er hatte das Kommando Mitte Jahr von seinem Vorgänger Divisionär Hans-Ulrich Solenthaler übernommen.

Hohe Erwartungen an die Kader
Neben einem Rückblick auf 2012 orientierte Divisionär Kellerhals über die Ausbildungsschwergewichte und die Herausforderungen seines Verbandes im neuen Jahr. In seinem Ausblick formulierte er seine Erwartungen an die Führungsleistung seiner Milizkader. Kellerhals forderte zupackendes und lösungsorientiertes Verhalten jedes einzelnen Kadermitgliedes und stellte das Jahr 2013 unter das Motto: "Unter Strom". Ein besonderes Schwergewicht sind die Übungen „FLUSSGAU“ und "KOMBI 13", in der die zivil-militärische Zusammenarbeit im Katastrophenfall mit den Behörden des Fürstentums Liechtenstein und dem Kantonalen Führungsstab St.Gallen geübt werden soll. Breiten Raum widmete Kellerhals der Rolle seines Grossverbandes. Die Territorialregion 4 ist ein wichtiger Partner für die Sicherheit der sieben Ostschweizer Kantone. Stellvertretend für die Kantone sprach Urs Alig, Chef des Amtes für Bevölkerungsschutz und Armee des Kantons Thurgau, über das Risikomanagement in den Kantonen. Thomas Würgler, Kommandant der Kantonspolizei Zürich, stellte den Rapportteilnehmern die Resultate der Übung "BREAK" vor. Eine Übung, in der sich die Kantonale Führungsorganisation mit den Folgen eines grossflächigen Stromausfalls auseinanderzusetzen hatte.

Leistungsfähige Armee ist unabdingbar
Neben Divisionär Kellerhals und den zivilen Rednern überbrachte Korpskommandant André Blattmann die Botschaft des Chefs der Armee. In seinen Ausführungen kam Blattmann auf verschiedene aktuelle Konflikte, Kriege und Katastrophen in der Welt zu sprechen, die auch Auswirkungen auf die Schweiz haben, oder – wie beispielsweise eine Naturkatastrophe – auch in der Schweiz passieren könnten. Unter den Stichworten helfen, schützen und kämpfen zeigte Blattmann auf, inwiefern die Schweizer Armee in der Lage ist, die Bevölkerung bei einer Vielzahl möglicher Szenarien zu unterstützen. Weil wir nicht wüssten, was morgen passiere, sei eine leistungsfähige Armee unabdingbar, erklärte Blattmann. Als Ziele für 2013 nannte der Chef der Armee das Sicherstellen intensiver, fordernder WKs, die Rekrutierung von ausreichend Kadernachwuchs und die Durchsetzung von Ordnung auf allen Stufen. Mit Blick auf die laufende Beratung des Armeeberichts in den eidgenössischen Räten machte Blattmann klar, dass er sich nicht gegen Sparmassnahmen wehre, dass er aber darauf hinweisen müsse, dass weniger finanzielle Mittel auch weniger Leistungen der Armee beziehungsweise weniger Sicherheit zugunsten der Bevölkerung bedeuten würden. Im Hinblick auf die Abstimmung über die Wehrpflichtinitiative sprach sich Blattmann für eine Beibehaltung der Wehrpflicht aus, da nur diese weiterhin die Alimentierung der für die Schweiz optimalen Armeeform, die massgeschneiderte Miliz-Armee, ermögliche.

 

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