Medieninformation 9
Abschluss mit Truppenvorbeimarsch
Übung “AEROPORTO 10“ beendet
Am Mittwoch ging die mehr als dreiwöchige Übung “AEROPORTO 10“ zu Ende. Den Abschluss der Übung bildete ein knapp 90 Minuten dauernder Truppenvorbeimarsch auf dem Waffenplatz Kloten-Bülach. Dem Anlass wohnten nebst dem Regierungsrat des Kantons Zürich, auch zahlreiche Behördenvertreter und höhere Stabsoffiziere bei.
Mit einem Truppenvorbeimarsch auf dem Waffenplatz Kloten-Bülach ging am Mittwochnachmittag die Übung “AEROPORTO 10“ zu Ende. An dem Vorbeimarsch nahmen knapp 4000 Soldaten und insgesamt etwa 700 Fahrzeuge teil. Eröffnet wurde der Anlass von 2 Helikoptern der Luftwaffe, einem Eurocopter und einem Cougar. Zu den Gästen zählten unter anderem der Regierungsrat des Kantons Zürich, zahlreiche höhere Stabsoffiziere der Armee, sowie diverse Behördenvertreter. Ebenfalls anwesend waren Vertreter der Übungspartner, so der Kommandant der Kantonspolizei Zürich, Thomas Würgler und der CEO der Flughafen Zürich AG, Thomas Kern. Einer der Höhepunkte des Vorbeimarsches war der Überflug von vier FA/18-Jets der Luftwaffe. Abgeschlossen wurde der Vorbeimarsch von Feuerwehr- und Rettungsfahrzeugen von Schutz & Rettung der Stadt Zürich.
Erste Schlussfolgerungen
Bereits am Mittwochmorgen zog Divisionär Hans-Ulrich Solenthaler, Kommandant der Territorialregion 4 und Übungsleiter, vor den Medien ein erstes Fazit. Er zeigte sich begeistert vom Einsatz von Truppe und Kader und von der gelungenen Zusammenarbeit mit allen in der Übung involvierten Partnern. Auch die durchwegs positiven Rückmeldungen zur Übung aus der Bevölkerung waren ein positiver Aspekt dieser Übung. Divisionär Solenthaler zeigte sich überzeugt, dass Übungen, wie “AEROPORTO 10“ mit einer Länge von mehreren Wochen, von grösstem Nutzen sind. Nur so kann man die Leistungsfähigkeit tatsächlich prüfen. Kürzere Übungen täuschen besonders bezüglich Reservenbildung häufig über die Realität hinweg. Offen sprach Divisionär Solenthaler aber auch über gewisse Schwachstellen: Die Führungsinfrastruktur für einen subsidiären Einsatz sei nicht optimal, und die Unterstellung von Truppenverbänden, die nicht zur Ter Reg 4 gehörten, führten in der Anfangsphase zu grossen Reibungsverlusten.
Eine Übung zu Gunsten von zivilen Partnern
Bis 2003 war für den Schutz am Flughafen auf militärischer Seite das Flughafen Regiment 4 verantwortlich. Mit der neuen Armee übernehmen heute Verbände diesen Auftrag, die zufälligerweise gerade im WK sind, allerdings über keine genauen Ortskenntnisse am Flughafen Zürich verfügen. Mit “AEROPORTO 10“ wurde diese Ausgangslage so präzise wie nur möglich nachgestellt. Entsprechend ging es in der ersten Übungswoche auch primär um die Auftragserteilung und Entschlussfassung auf Stufe höheres Kader. In der zweiten Woche wurde das Dispositiv rund um den Flughafen bezogen, und in der dritten und vierten Woche wurde ein erweiterter Schutz vor allem auch in den Anflugschneisen des Flughafens aufgezogen und die Ablösung der Verbände geübt. Eine besondere Herausforderung in dieser Übung war, dass die Übungstruppe nicht aus einem organischen Verband gebildet wurde, sondern willkürlich aus Truppenkörpern aus der ganzen Schweiz zusammengestellt wurde. So waren vielmehr Absprachen nötig als bei einem üblichen Einsatz und entsprechend brauchte es zu Beginn mehr Zeit als gewöhnlich. Dennoch konnten alle Aufträge in der vorgegebenen Zeit erledigt werden.
Schutz eines bedeutenden Wirtschaftsfaktors
Mit der Übung “AEROPORTO 10“ wurde der Schutz des wichtigsten Verkehrsknotenpunktes der Schweiz trainiert. Täglich werden am Flughafen Zürich rund 60'000 Passagiere und 1’000 Tonnen Fracht gezählt. Nebst Starts und Landungen von Flugzeugen ist der Flughafen Zürich aber auch ein wichtiger Bahn- und Busknotenpunkt. Diese bedeutende Verkehrsinfrastruktur am Flughafen Zürich ist ein wichtiger Standortfaktor für die Schweiz, sowohl auf internationaler, nationaler, kantonaler und kommunaler Ebene, die einen guten Schutz verlangt.
Weiterer Auftrag an der Grenze
Am Flughafen wechselten sich während der Übung die Verbände ab. Zunächst sorgten Angehörige der militärischen Sicherheit und eine Durchdiener-Kompanie für einen ersten Schutz, danach folgte das Gebirgsinfanterie Bataillon 48 und in der letzten Woche folgte das Infanterie Bataillon 97. Zu diesem Zeitpunkt erfüllte das Gebirgsinfanterie Bataillon 48 bereits einen nächsten Auftrag im Norden des Kantons Zürich. Dort wurde das GWK an der Grenze unterstützt. Die Soldaten mussten sich dabei in einem Echteinsatz bewähren, konnten sie doch zusammen mit den Angehörigen des Grenzwachtkorps zum Teil illegal eingeführte Ware ausfindig machen. Am Mittwoch ging auch dieser Einsatz zu Ende.
Ter Reg 4
Oberstleutnant Felix Blumer
Chef Kommunikation Ter Reg 4
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